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Freibäder setzen vereinzelt Sicherheitsdienste ein

Schlägereien in Freibädern sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Niedersächsische Bäder blieben von solchen Vorfällen weitestgehend verschont. Manche Betreiber setzen trotzdem auf Sicherheitsdienste.
Sicherheitsdienste in Freibädern
Zwei Sicherheitsmitarbeiter überblicken das Schwimmbecken. © Lars Penning/dpa/Archivbild

Zu Beginn der Sommerferien stellen sich die Freibäder in Niedersachsen auf Besucherandrang ein - Sicherheitsdienste wollen aber nur einzelne Bäder einsetzen. Die Betreiber bereiten sich zwar auf mögliche Streitereien unter ihren Gästen vor, rechnen aber nicht mit größeren Problemen. Im vergangenen Jahr hatten Auseinandersetzungen unter Badegästen in Berliner Bädern bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

In den städtischen Freibädern in Hannover seien in der laufenden Saison bisher acht Badeverbote ausgesprochen worden, vier davon aufgrund eines Einbruchs, sagte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Größere Ausschreitungen habe es weder in der jüngsten Vergangenheit noch in der diesjährigen Saison gegeben. Sicherheitsdienste werden demnach nur an besonders heißen Sommertagen eingesetzt, an denen viele Besucher und Besucherinnen baden gehen.

In Osnabrück haben die Betreiber des Moskaubades auch in der Vergangenheit keine größeren Probleme mit Randalierern gehabt. Zwar gebe es an heißen Tagen, an denen sich bis zu 3000 Menschen gleichzeitig in dem Bad aufhalten, vereinzelt Streit zwischen den Badegästen, jedoch sei es bisher nicht eskaliert, sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Ein Sicherheitsdienst werde in Osnabrück nicht eingesetzt.

Die Stadt Braunschweig hat in den letzten Jahren eine merkliche Veränderung der Stimmung in ihren Freibädern festgestellt. «Leider nicht zum Guten. Der Respekt vor unserem Personal sinkt, das Aggressionspotenzial steigt», sagte ein Sprecher der Stadt. Größere Ausschreitungen oder nennenswerte Vorfälle habe es in dieser Saison nicht gegeben. An warmen Tagen mit vielen Besuchern und Besucherinnen wird in Braunschweig ein externer Ordnungsdienst eingesetzt. «Der Ordnungsdienst hilft an solchen Tagen im Gästekontakt, wenn es um Themen wie Müll, Lärm, Schwarzbaden und ähnliche Verstöße geht», so der Sprecher. Dadurch werde das Aufsichtspersonal entlastet, das sich dann wiederum besser auf die Wasseraufsicht konzentrieren könne. Man plane in Zukunft, bei Bedarf immer mal wieder solche Ordnungsdienste einzusetzen.

Bei den größten Freibädern in Göttingen werden nach Angaben des Betreibers an Tagen mit besonders vielen Gästen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bei der Eingangskontrolle eingesetzt. Dies diene dazu, die eigenen Mitarbeiter zu entlasten, die sich dann verstärkt auf den Badebetrieb konzentrieren können.

In einigen Berliner Freibädern hatte in im vergangenen Sommer wiederholt größere Auseinandersetzungen unter den Besuchern gegeben. Die Betreiber und die Landesregierung setzen seitdem auf stärkere Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehört etwa der Einsatz von Ordnungskräften oder eine Ausweiskontrolle am Eingang.

© dpa
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