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Stellenabbau: Betriebsrat zieht vor Bosch-Konzernzentrale

Sparen ist nach Ansicht der Bosch-Geschäftsführung das Gebot der Stunde. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollen mehrere Tausend Stellen wegfallen. Nun kündigen Betriebsrat und IG Metall Widerstand an.
Bosch
Der Bosch-Schriftzug an einer Wärmepumpe ist in einer Klimakammer von Eis bedeckt. © Marijan Murat/dpa

Mit einem Aktionstag wollen Arbeitnehmervertreter bei Bosch ein Zeichen gegen geplante Stellenstreichungen setzen. Bei einer Kundgebung vor der Konzernzentrale in Gerlingen bei Stuttgart wolle man die Forderungen der Belegschaft an das Management darlegen, teilten der Gesamtbetriebsrat der Zuliefersparte und die Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch mit. Die Aktion ist demnach für Mittwoch kommende Woche geplant. 

Der geplante Personalabbau bedrohe nicht nur Tausende von Arbeitsplätzen, sondern stelle auch die Zukunft, Innovationen und soziale Verantwortung infrage. «Denn es geht um mehr als Zahlen – es geht um Menschen, um die Gemeinschaft und um die Werte, die uns leiten», hieß es.  Bei der Kundgebung sollen unter anderem der Betriebsratschef Frank Sell und die baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch sprechen.

Weitere Einzelheiten zu dem Aktionstag nannten Betriebsrat und Gewerkschaft nicht. Auch, wie viele Beschäftigte des Technologiekonzerns zu dem Aktionstag erwartet werden, ließen sie zunächst offen. Wie aus einem internen Rundschreiben hervorgeht, soll aber in größerem Maßstab mobilisiert werden: «Wir erwarten von allen Beschäftigten, sich an den Aktionen zu beteiligen und so ein Zeichen für den Erhalt der Arbeitsplätze zu setzen».

In den vergangenen Monaten waren mehrfach Pläne von Bosch bekannt geworden, weltweit Stellen zu streichen. Über alle Geschäftsbereiche hinweg stehen bislang mehr als 7000 Jobs zur Disposition - davon bis zu 3200 in der Automobilzulieferung. Letzteres betrifft zu einem großen Teil deutsche Standorte in der Antriebssparte sowie in Bereichen für Steuergeräte, Fahrzeugelektronik und Software. Als Grund für die Pläne nannte Bosch vor allem den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit - und betonte, dass man mit Arbeitnehmervertretern im Austausch stehe. Der Abbau soll den Angaben nach sozialverträglich ablaufen - beispielsweise durch Vorruhestandsregelungen und Qualifizierungsprogramme für Wachstumsbereiche.

© dpa
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