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Personalsorgen gefährden Freiburger Europapokal-Träume

Seit sechs Heimspielen hat der SC Freiburg nicht mehr gewonnen. Gegen den VfL Wolfsburg unternimmt die Mannschaft von Trainer Streich einen neuen Anlauf.
Merlin Röhl
Der Offensivspieler droht bis Saisonende auszufallen. © Philipp von Ditfurth/dpa

Christian Streichs Abschied rückt immer näher. Von Wehmut sei aber auch vor seinem viertletzten Spiel als Trainer des SC Freiburg noch keine Spur, sagte der 58-Jährige. «Nein, habe ich nicht. Meine Entscheidung ist richtig, alles läuft weiter - im positivsten Sinne. Das war das Ziel», sagte Streich zwei Tage vor der Heimpartie in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Gerne spricht Streich, den viele Anhänger als Trainer-Ikone sehen, nicht über sich und seine Situation. Der Hype um seine Person scheint ihm eher lästig. «Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood - die sind Kult», sagte der Musik-Fan über die Rolling Stones, eine der erfolgreichsten Bands der Rockgeschichte. «Ich bin ein ,Kültle', das muss man schon richtig einordnen. Das sind andere Dimensionen, ich bin einfach nur seit ein paar Jahren Fußballtrainer.»

Den Fokus versuchte der Coach am Donnerstag mit großer Vehemenz weg von sich und vielmehr auf das Sportliche zu lenken. Als Tabellensiebter geht der Sport-Club in den Spieltag. Die einst für den Klassenerhalt so wichtige 40-Punkte-Marke haben die Freiburger am vergangenen Sonntag beinahe beiläufig geknackt, obwohl sie beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05 zum sechsten Mal nacheinander einen Heimsieg verpasst hatten. «Früher haben wir da immer ein riesiges Fest gemacht. Jetzt habe ich die Zahl vergessen», sagte Streich.

Erfolg nicht selbstverständlich

Unter seiner Leitung standen die Freiburger in den vergangenen drei Jahren zweimal im Achtelfinale der Europa League. Hinzu kommen der Einzug ins DFB-Pokalfinale in der Saison 2021/22 und das Erreichen des Halbfinals in der darauffolgenden Saison. «Ich will nicht warnen, aber wir hatten jetzt einen Erfolg nach dem anderen. Da gewöhnt man sich extrem dran», sagte Streich.

Nach dem Duell mit den Niedersachsen stehen noch Spiele beim 1. FC Köln, gegen den 1. FC Heidenheim und beim 1. FC Union Berlin an - Mannschaften, die allesamt hinter den Freiburgern stehen. «Wir können unter Umständen etwas Außergewöhnliches schaffen, was eigentlich in dieser Saison gar nicht möglich war. Aber es ist noch möglich», sagte Streich.

Auch die Spieler träumen von der dritten Europapokal-Teilnahme nacheinander. «Wir wollen den siebten Platz verteidigen und vielleicht weiter oben angreifen», sagte Aushilfs-Verteidiger Yannik Keitel. Und Flügelspieler Vincenzo Grifo fügte hinzu: «Es wäre etwas Herausragendes, ein drittes Mal international zu spielen. Mit dem neunten oder zehnten Platz wollen wir uns nicht zufriedengeben.»

Kübler gesperrt, Röhl-Einsatz fraglich

Die Leistung der Freiburger ist umso beeindruckender, da schon die ganze Saison über immer wieder Leistungsträger ausfallen - besonders in der Defensive. Auch gegen Wolfsburg muss Streich umstellen. Neben den Stamm-Innenverteidigern Matthias Ginter und Philipp Lienhart, die weiter verletzungsbedingt passen müssen, fehlt auch Lukas Kübler. Der 31-Jährige sah gegen Mainz 05 seine fünfte Gelbe Karte. Zudem ist die Saison von Merlin Röhl wegen einer Muskelverletzung wohl vorzeitig beendet. Roland Sallai ist nach abgesessener Sperre dagegen wieder eine Option.

Der Ungar könnte für frischen Schwung in der Offensive sorgen. «Es geht um Präsenz, Aggressivität, die Bereitschaft, alles zu verteidigen, um gute Umschaltaktionen zu bekommen», sagte Streich. «Wir brauchen die hundertprozentige Unterstützung, um einen großen Fight liefern zu können. Dann können wir vielleicht das Spiel gewinnen und dann weiß jeder, wo wir drei Spieltage vor Schluss stehen würden.»

© dpa ⁄ Maximilian Wendl, dpa
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