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Leiche im Hochbeet: 36-Jährige soll Partner getötet haben

Ein Haus im Grünen, ein Hund, ein teurer Lebensstil - und eine Leiche im Hochbeet: Eine 36-Jährige soll ihren Partner erstochen haben. Vor Gericht zeigt sich eine falsche Idylle.
Landgericht Ravensburg
Ein Schild mit der Aufschrift Landgericht, Marienplatz 7, hängt am Mauerwerk des Landgerichtes. © Felix Kästle/dpa

Weil sie ihren Partner mit einem Stich in den Hals getötet haben soll, muss sich eine 36-Jährige seit Mittwoch vor dem Landgericht in Ravensburg verantworten. Angeklagte ist die Deutsche wegen heimtückischen Mordes. Sie soll ihren Partner nach 16 Jahren Beziehung mit einem Stich in den Hals getötet haben. Zu den Vorwürfen wollte sich die Angeklagte zu Prozessbeginn nicht äußern.

Laut Anklage spielte sich die Tat im gemeinsamen Wohnhaus des Paares in Ravensburg ab. Die gelernte Restaurantfachfrau soll ihrem Partner aus Frust über die Beziehung mit einem spitzen Gegenstand - vermutlich einem Messer - die Halsschlagader durchtrennt haben.  Der 39-Jährige sei verblutet. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte ihren Partner getötet hat, weil sie sich in den letzten Jahren nicht mehr ausreichend beachtet und wertgeschätzt fühlte. Laut der Staatsanwältin soll die Angeklagte für ihren tödlichen Angriff abgewartet haben, bis der Partner sich für einen Nachmittagsschlaf auf das Sofa gelegt hat. Später soll sie seine Leiche in einem Hochbeet auf dem Grundstück des Hauses versteckt haben. Im Anschluss meldete sie den Koch vermisst.       

Der Polizei hatte sie laut Aussage der zuständigen Beamtin gesagt, dass ihr Lebensgefährte nach Stuttgart wollte, um bei einem Freund Geld zu besorgen, um einen Bankkredit zu begleichen. Seitdem habe sie nichts mehr von ihm gehört. «Sie war ziemlich aufgelöst, sie hat die ganze Zeit geweint.» Die Frau habe ziemlich verzweifelt gewirkt. Sie habe sich Sorgen gemacht, weil der Freund in Stuttgart über Nagelstudios in mafiösen Strukturen verwickelt sei. 

Weil sich die 36-Jährige bei dem vermeintlichen Vermisstenfall in Widersprüche verwickelt und auffällig verhalten hatte, waren im Oktober das Grundstück und das Haus des Paares durchsucht worden. Leichenspürhunde hatten den Körper des Mannes in dem Hochbeet entdeckt. 

Vor Gericht wurden Bilder des Grundstücks im Grünen gezeigt. Im Haus seien etwa teure Handtaschen, Schuhe, Handyverpackungen und Markenklamotten gefunden worden, sagte ein Ermittler. Ein Notizbuch, das in einem von mehreren Autos gefunden worden war, erhärtete den Tatverdacht gegen die Angeklagte. Darin wurde mantraartig wiederholt, dass der Lebensgefährte wegmüsse. 

Auf einem anderen Schriftstück soll sich die Angeklagte beim Universum für die «Fülle» in ihrem Leben bedankt haben: «Für mein großes Haus mit Garten, für meine tollen Autos.» Das Paar soll über seine Verhältnisse gelebt haben mit 90 000 Euro Schulden, wie die Angeklagte einräumte. Sie habe vor einem Insolvenzverfahren gestanden. 

Mehrmals habe sie den Job gewechselt, berichtete die 36-Jährige. Wegen zu vieler Fehltage habe sie eine gut bezahlte Festanstellung verloren. Um die Fehlzeiten zu rechtfertigen, hatte sie nach eigenen Angaben ihrem Arbeitgeber auch erzählt, dass sie ihre vermeintlich krebskranke Schwiegermutter pflegen muss.  

Die Frau sitzt seit Mitte Oktober in Untersuchungshaft. Angaben zu der Beziehung wollte die Frau vor Gericht nicht machen. Sich selbst bezeichnete sie als Einzelgängerin, die sich oft im Leben ausgeschlossen gefühlt habe. Sie habe ein Alkoholproblem gehabt. Um sich zu beruhigen, habe sie schon Wein zum Frühstück getrunken und Beruhigungstabletten genommen. 

Für den Prozess wurden bis zum 8. Mai insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. 

© dpa
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