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Lehrkräfte müssen auf einheitliche Mailadressen warten

Seit Jahren sollen Lehrerinnen und Lehrer einheitliche dienstliche Mailadressen bekommen. Im Dezember hieß es, Anfang 2024 sei es so weit. Nun ziehen sich die Vertragsverhandlungen weiter hin.
Bildungsplattform Baden-Württemberg
Eine Präsentation mit dem Titel "Schule@BW" während der Landespressekonferenz. © Marijan Murat/dpa

Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg müssen weiter auf einheitliche dienstliche Mailadressen warten. Man befinde sich noch in Vertragsverhandlungen, teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit. Wenn diese abgeschlossen seien, werde man unmittelbar mit dem Ausrollen beginnen. Bis wann die landesweit einheitlichen Mailadressen für Lehrkräfte zur Verfügung stehen sollen, teilte das Ministerium nicht mit.

Im Dezember hatte die Landesregierung eine Digitalisierungsstrategie für die Schulen im Land vorgestellt, darunter auch die digitale Bildungsplattform «Schule@BW». Die zuständige Staatssekretärin Sandra Boser (Grüne) hatte damals angekündigt, die Plattform werde Anfang 2024 ausgerollt, inklusive eines digitalen Arbeitsplatzes für Lehrerinnen und Lehrer. Dort sollen die Lehrkräfte unter anderem auf eine landesweit einheitliche E-Mail-Adresse zugreifen können.

Auf der Plattform werden Lernmanagementsysteme wie Moodle oder Itslearning, der Messengerdienst Threema und der digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte zusammengeführt. Die Nutzung ist für die Schulen freiwillig. Bereits im Einsatz sind nach Angaben des Kultusministeriums die Anwendungen Moodle und Itslearning, die auch ein Programm für Videokonferenzen und ein Softwarepaket ähnlich wie Office umfassen.

Eingebunden seien zudem mehrere Mediatheken und der Messengerdienst Threema, der bei knapp 60.000 Lehrkräften im Einsatz sei. Insgesamt unterrichteten im vergangenen Schuljahr nach Angaben des Statistischen Landesamts an den allgemeinbildenden Schulen im Südwesten mehr als 113.000 Lehrerinnen und Lehrer.

Die Schaffung einer digitalen Bildungsplattform zieht sich seit vielen Jahren hin. Im Jahr 2015 hatte noch die grün-rote Landesregierung beschlossen, eine digitale Plattform namens «ella» bereitzustellen. Kurz vor dem Start im Februar 2018 war die Einführung wegen gravierender technischer Mängel erst verschoben und später komplett gestoppt worden.

© dpa
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