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Israels Armee erleidet zunehmende Verluste

Während der Papst die Christmette zum eindringlichen Appell für Frieden nutzt, geht der Krieg in Gaza weiter. Dabei erleidet auch Israels Armee trotz überlegener Feuerkraft zunehmend Verluste. Der Überblick.
Israel
Israelische Armeefahrzeuge und Soldaten sind in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen zu sehen. © Tsafrir Abayov/AP/dpa

Rund zwei Monate nach Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen sorgt die islamistische Hamas einem Medienbericht zufolge mit einem Übergang zu Guerilla-Taktiken für zunehmende Verluste unter Israels Bodentruppen. Dies zeige, wie schwierig es für Israel sei, die Hamas wie beabsichtigt zu eliminieren, berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag. Allein am Weihnachtswochenende waren 14 israelische Soldaten gefallen. Papst Franziskus mahnte unterdessen bei der Christmette in Rom zu Frieden.

Bereits mehr als 150 israelische Soldaten gefallen

Israels Kriegskabinett will laut der «Jerusalem Post» an diesem Montag über einen Vorschlag Ägyptens zur Beendigung des Kriegs beraten. Regierungschef Benjamin Netanjahu bekräftigte allerdings am Vortag, man werde bis zum vollständigen Sieg über die Hamas weiterkämpfen. Seit Beginn der Bodenoffensive Ende Oktober seien bisher 156 israelische Soldaten getötet worden, berichtete die «Times of Israel». Israel will im Gaza-Krieg einer Schätzung des Militärs zufolge wiederum bisher rund 7860 Terroristen getötet haben.

Sollte die Schätzung zutreffen, entspräche die Zahl der getöteten islamistischen Kämpfer knapp 40 Prozent der bisher im Gazastreifen insgesamt registrierten Todesopfer. Die Angaben des Militärs konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden bei neuen israelischen Angriffen rund 70 Menschen getötet. Es seien mehrere Familien im Flüchtlingsviertel Al-Maghasi betroffen. Auch dies ließ sich nicht unabhängig prüfen. Israels Armee wollte die Berichte untersuchen.

Armee: Leichen von Geiseln geborgen

Nach ihren Angaben wurden die Leichen von fünf der Geiseln aus einem Tunnelnetzwerk im nördlichen Gazastreifen geborgen. Die sterblichen Überreste der am 7. Oktober aus Israel verschleppten Männer und Frauen seien in einem sehr weitreichenden und tiefen Tunnelsystem im Bereich des Flüchtlingsviertels Dschabalia gefunden worden, hieß es. In solchen Tunneln verstecken sich laut Israel etliche Terroristen der Hamas und halten dort auch noch weitere Geiseln aus Israel fest.

Die Terroristen nutzen die unterirdischen Wege zugleich, um aus dem Nichts aufzutauchen und hinterrücks anzugreifen. Die Hamas greife dabei inzwischen mit Zellen aus nur noch zwei bis fünf Kämpfern an, bevor diese wieder in die Tunnel abtauchten, meldete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Offizier.

Bericht: Hamas benutzt Frauen und Kinder

Sie operierten dabei auch aus zivilen Zufluchtsorten heraus und benutzten Frauen und Kinder, um Informationen zu sammeln und Waffen zu transportieren, hieß es. Die Hamas lagere Waffen zudem in Hunderten von leerstehenden Häusern. Dies ermögliche es ihren Kämpfern, sich frei zu bewegen, sich als Zivilisten auszugeben und sich die Waffen im letzten Moment vor einem Angriff zu greifen.

Die steigende Zahl gefallener israelischer Soldaten habe intern zu Kritik geführt, Israel gefährde seine Soldaten, indem es als Reaktion auf die Forderung der USA, die Zahl ziviler Opfer zu begrenzen, seine Gewaltanwendung zurückschraube, schreibt das «Wall Street Journal». Israelische Sicherheitsbeamte und Ministerpräsident Netanjahu bestritten eine Änderung der Taktik. Ein vollständiger Sieg über die Hamas sei der einzige Weg, um die Hamas zu eliminieren, alle Geiseln zurückzubringen und sicherzustellen, dass der Gazastreifen keine Bedrohung mehr für Israel darstellt, sagte Netanjahu am Sonntag.

Iran weist Beteiligung an Angriffen auf Handelsschiffe erneut zurück

Der Iran wies eine Beteiligung an Angriffen auf Handelsschiffe im Roten und Arabischen Meer erneut zurück. «Diese Anschuldigungen sind grundlos und lediglich eine Rechtfertigung der USA und Großbritanniens, um weiterhin die Verbrechen der Zionisten (Israel) zu unterstützen», sagte Außenamtssprecher Nasser Kanaani in Teheran.

Die dänische Reederei Maersk will nach einer Pause wegen vermehrter Angriffe bald wieder Schiffe durchs Rote Meer fahren lassen. Das Unternehmen bereite sich darauf vor, Schiffen wieder die Durchfahrt zu ermöglichen, teilte Maersk am Sonntagabend mit. Am Samstag sei ihnen bestätigt worden, dass die angekündigte Sicherheitsinitiative «Operation Prosperity Guardian» nun eingerichtet sei, um Handelsschiffen die Durchfahrt durch das Rote Meer, den Golf von Aden und den Suezkanal zu ermöglichen.

Bericht: Ägypten schlägt Plan zur Beendigung des Krieges vor

Der saudische TV-Kanal Aschark News hatte am selben Tag unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, Ägyptens Vorschlag sehe eine Beendigung des Krieges in mehreren Stufen vor. In der ersten Phase würde es demnach darum gehen, eine mindestens zwei Wochen andauernde Feuerpause durchzusetzen. In dieser Zeit sollten 40 Geiseln freigelassen werden. Im Gegenzug würde Israel 120 palästinensische Gefangene freilassen. Danach würde es um einen palästinensischen Dialog unter der Schirmherrschaft Ägyptens gehen.

Eine dritte Phase sehe dann einen vollständigen Waffenstillstand und ein umfassendes Abkommen zum Austausch von Geiseln und Gefangenen vor. In einem letzten Schritt würde Israel seine Armee abziehen, während alle Vertriebenen zu ihren Wohnorten zurückkehren könnten.

Was am Montag wichtig wird

Israels Kriegskabinett will laut der «Jerusalem Post» über einen Vorschlag Ägyptens zur phasenweisen Beendigung des Kriegs beraten. Derweil leidet die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen weiter unter den Auswirkungen der andauernden heftigen Kämpfe.

© dpa
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