In wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen neuen Job suchen, dauert oft länger als gewünscht. Hatte man im Vorstellungsgespräch ein gutes Gefühl, bekommt aber trotzdem eine Absage, ist der Frust groß. «Ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, ist das aber nicht», stellt Karriereberaterin Jutta Boenig klar.
Wichtig sei, den Bewerbungsprozess, der nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, genau zu analysieren. Wenig Sinn macht es aus Sicht von Boenig, das Unternehmen, von dem man eine Absage bekommen hat, nach den Gründen dafür zu fragen. «In der Regel ist die Antwort oberflächlich», sagt Boenig. Nach dem Motto: «Da hat eine Nuance nicht gepasst.» Das bringe einen auf der Jobsuche nicht weiter.
Zielführender sei es, auszuloten, wie man selbst eigentlich auf andere wirkt. Kann ich andere überzeugen – und wenn nicht: Was genau fehlt mir an dieser Stelle? Wie komme ich bei anderen an? Was macht meine Persönlichkeit aus? «Man kann diese Fragen mit dem Partner oder der Partnerin durchgehen oder auch gute Freunde fragen», so Boenig. Wer nicht weiterkommt, kann sich auch professionelle Hilfe holen.