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DHB verlängert mit Bundestrainern Gislason und Gaugisch

Eine perfekte Vertragsverlängerung sieht anders aus. Die Bundestrainer Gislason und Gaugisch sollen die Zukunft im deutschen Handball zwar gestalten. Der Isländer muss aber erst noch liefern.
Alfred Gislason
Alfred Gislason bleibt der Trainer der deutschen Handballer. © Federico Gambarini/dpa

Der Deutsche Handballbund kündigte erst groß und freudig die Vertragsverlängerungen mit seinen beiden Bundestrainern Alfred Gislason und Markus Gaugisch an. Dann nannte er - versteckt im sechsten Absatz - die Auflage, die der Isländer Gislason erfüllen muss.

«Voraussetzung für die Laufzeit ist eine erfolgreiche Qualifikation für die Olympischen Spiele. Sonst endet der Vertrag in 2024», hieß es in der langen Verbandsmitteilung kurz und knapp. 

Während Gaugisch nach Platz sechs bei der Frauen-WM im Dezember volles Vertrauen genießt, steht sein Kollege unter Druck. «In den kommenden Tagen werden wir erst einmal alles einem erfolgreichen Olympia-Qualifikationsturnier unterordnen», kündigte Gislason daher an. Kein Wunder: Der Isländer spielt um seinen Job. Die an Bedingungen geknüpfte Vertragsverlängerung vor dem Ausscheidungsturnier kommt überraschend. 

Machbare Gruppen bei Olympia-Qualifikation 

Die Männer kämpfen vom 14. bis 17. März in Hannover um ihre Olympia-Teilnahme und treffen auf Algerien, Kroatien und Österreich. Die Frauen spielen vom 11. bis 14. April in Neu-Ulm gegen Montenegro, Slowenien und Paraguay um eines von zwei Tickets für die Sommerspiele. Den deutschen Frauen winkt die erste Olympia-Teilnahme seit 2008.

Gelingt die erfolgreiche Qualifikation, sollen Gislason und Gaugisch die Zukunft im deutschen Handball gestalten. «In den vergangenen Jahren haben wir auch mit Blick auf andere Nationen gelernt, dass Kontinuität ein Schlüssel für sportlichen Erfolg ist. Mit dieser langfristigen Entscheidung für Markus Gaugisch und Alfred Gislason schaffen wir Klarheit», befand DHB-Präsident Andreas Michelmann. 

Gislasons Vertrag läuft bis zum 28. Februar 2027, Gaugischs Arbeitspapier ist bis zum 30. Juni 2026 datiert. Die Entscheidung des Präsidiums fiel nach DHB-Angaben einstimmig.

Gislason: Team besitzt enormes Potenzial 

Gislason hatte im Frühjahr 2020 das Bundestrainer-Amt beim DHB übernommen. Nie schnitt der Isländer mit der deutschen Auswahl besser ab als mit dem vierten Platz bei der Heim-EM in diesem Jahr. Auch wenn die erhoffte Medaille ausblieb und die reinen EM-Ergebnisse eher enttäuschten, unterstrich die junge Mannschaft mit starken Phasen wie gegen Top-Nation Dänemark, welches Talent in ihr schlummert. «Das Team besitzt ein enormes Potenzial, um in den nächsten Turnieren extreme Fortschritte zu machen», befand Gislason.

Der Isländer soll dieses Potenzial mit all seiner Erfahrung bis spätestens zur Heim-WM 2027 aus dem Team herauskitzeln. «Alfred ist der Fels in der Brandung, ein erfahrener Trainer, der den Druck von den jungen Spielern wegnehmen kann», hatte HBL-Präsident und DHB-Präsidiumsmitglied Uwe Schwenker zuletzt gesagt.

Nur wenige Alternativen zu Gislason

Sollte die Olympia-Mission scheitern, steht der DHB vor einer kniffligen Suche. Vergleichbare Alternativen zu Gislason, der mit dem THW Kiel in der Bundesliga unzählige Erfolge feierte, gibt es momentan kaum. Namen wie Florian Kehrmann (TBV Lemgo Lippe), Maik Machulla (zuletzt Flensburg-Handewitt) machen zwar die Runde und ehemalige Nationalspieler um Stefan Kretzschmar brachten in der Zukunftsdebatte auch den Magdeburger Trainer Bennet Wiegert ins Spiel. Doch für den 42-Jährigen stellte sich die Frage des Bundestrainers zumindest «kurzfristig» nicht.

Gaugisch hingegen kann sich schon jetzt auf weitere Highlights mit dem DHB-Team freuen. Sein Vertrag umfasst die Weltmeisterschaft 2025, die Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden ausrichtet. «Olympische Spiele und eine Heimweltmeisterschaft sind Ziele, die keiner externen Motivation bedürfen und uns die Chance geben, näher an die Weltspitze heranzurücken», äußerte der 49-Jährige. Mit dem DHB-Team hatte der ausgebildete Lehrer im Dezember das beste WM-Ergebnis seit 2007 eingefahren. 

© dpa ⁄ Jordan Raza, dpa
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