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Deutsche Schlappe bei Ski-Klassiker - Paris mit Heimsieg

Der erste Ski-Klassiker der Saison endet mit einem Südtiroler Heimsieg. Die deutschen Abfahrer um Ex-Streif-Champion Dreßen erleben dagegen eine große Pleite. Der Sportchef findet klare Worte.
Dominik Paris
Der Italiener Dominik Paris jubelt im Ziel. © Alessandro Trovati/AP

Als sich Lokalmatador Dominik Paris noch von den glücksberauschten Fans im Ziel von Gröden feiern ließ, machten sich die deutschen Abfahrer bereits enttäuscht und ratlos auf den Heimweg. Die Ski-Asse um Ex-Streif-Sieger Thomas Dreßen und Ex-Vizeweltmeister Andreas Sander haben beim ersten langen Rennwochenende des neuen Weltcup-Winters unerwartet heftige Niederlagen kassiert.

Kein Fahrer schaffte es beim Klassiker auf der Saslong in die Nähe der vorderen Plätze - bester Deutscher war der körperlich angeschlagene Sander auf Rang 19 (+1,61 Sekunden).

DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier fällte ein deutliches Fazit nach der Sprintabfahrt am Donnerstag, dem Super-G am Freitag und der langen Abfahrt am Samstag, bei denen insgesamt nur ein Top-Ten-Rang durch Romed Baumann (9.) am ersten Tag heraussprang: Deutschlands Sportler gehören aktuell nicht mehr zur Spitzengruppe. «Das braucht man auch nicht schöndiskutieren», sagte Maier. Josef Ferstl als 25. (+1,92), Dreßen einen Platz dahinter (+1,94) und Baumann als 28. (+1,99) sammelten am Samstag immerhin noch ein paar Weltcup-Pünktchen. Simon Jocher landete auf dem 37. Platz (+2,23).

«Zu wenig entschlossen»

«Wenn man die Körpersprache sieht, sind wir zu wenig entschlossen und zu wenig fokussiert», analysierte Maier. Im Weltcup müsse man alles riskieren, sonst werde man nach hinten durchgereicht. «Wir sind auch skitechnisch nicht gut genug», ergänzte der erfahrene Funktionär des Deutschen Skiverbands (DSV). «Die fahren einfach zu passiv. Es heißt Rennfahrer und nicht Schönfahrer. Aber das ist zu wenig Rennfahren.»

Dass just Sander bei traumhaften Bedingungen noch der schnellste der Deutschen war, ist kein gutes Zeichen: Der 34-Jährige war deutlich gezeichnet von einem heftigen Trainingssturz am Dienstag und berichtete nach der langen Abfahrt, dass er wegen der Schmerzen im Rippenbereich weder Rechtskurven attackieren noch die vielen Wellen absorbieren konnte. «Dafür bin ich über die Platzierung und den Rückstand so happy wie selten. Mehr ging für mich heute nicht», räumte der WM-Zweite von 2021 ein. Er will sich nun körperlich durchchecken lassen.

Teamkollege Dreßen wertete den Samstag trotz des Rückstands als kleinen Erfolg, nachdem er die Sprintabfahrt am Donnerstag komplett verpatzt hatte. Dem einstigen Sieganwärter, der zuletzt mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte, fehlen die fünf Speedrennen zum Saisonstart in Zermatt und Beaver Creek, die allesamt abgesagt wurden. «Mir fehlt das nötige Selbstverständnis bei gewissen Passagen und auch die Coolness», sagte er.

Auch Sieger Paris hatte in den vergangenen Monaten ein Tief durchlebt - manche Experten wähnten den 100-Kilogramm-Kraftprotz mangels Erfolgen schon nahe der Ski-Rente. Doch der Routinier aus dem italienischen Team feierte ein famoses Comeback: Er distanzierte den norwegischen Topfavoriten Aleksander Aamodt Kilde (+0,44) und Donnerstags-Sieger Bryce Bennett aus den USA (+0,60) deutlich und raste zu seinem 22. Weltcup-Erfolg.

© dpa ⁄ Manuel Schwarz, dpa
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