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Diesmal gegen Nagelsmann: Keine Experimente bei Deschamps

In seinem 150. Länderspiel als Frankreichs Nationalcoach trifft Didier Deschamps schon zum zehnten Mal auf Deutschland. Die Vorbereitung fällt ihm schwer, doch sein Team soll sich einspielen.
Deschamps und Völler
Frankreichs Trainer Didier Deschamps (l) umarmt DFB-Sportdirktor Rudi Völler. © David Inderlied/dpa

Man kennt sich eigentlich bestens, doch sich auf Spiele gegen Deutschland vorzubereiten, war für Didier Deschamps zuletzt nicht einfach.

Im Gruppenspiel der EM 2021 traf Frankreichs Nationaltrainer noch auf den Kollegen Joachim Löw, im September 2023 bereitete er sich auf ein Team von Hansi Flick vor, wegen dessen Beurlaubung zwei Tage vor dem Spiel übernahm aber Sportdirektor Rudi Völler für dieses eine Spiel. Und am Samstag (21.00 Uhr/ZDF) in Lyon trifft der seit 2012 amtierende Deschamps in seinem 150. Spiel als Chefcoach des Vize-Weltmeisters erstmals auf Julian Nagelsmann als Bundestrainer - der zudem noch potenzielle Debütanten dabei hat. 

«Der Vorteil ist, dass wir fast eine ganze Woche Zeit haben, um uns auf das Spiel vorzubereiten», sagte der 55-Jährige lachend: «Es gibt zwar einige Veränderungen bei Deutschland. Aber sie sind immer noch eine Spitzenmannschaft.» Bereits zum zehnten Mal in seiner Amtszeit trifft er auf das DFB-Team, gegen keinen anderen Gegner spielte er öfter. Das 1:2 im September in Dortmund war dabei die erste Niederlage nach sechs Spielen.

Keine Experimente von Deschamps

Mittelfeldspieler Adrien Rabiot spricht von einer «Revanche» und betonte: «Spiele zwischen Frankreich und Deutschland sind nie nur Freundschaftsspiele.» 83 Tage vor der EM-Eröffnung gewinnt das Prestige-Duell zudem an Bedeutung. Deshalb gilt für Deschamps im Gegensatz zu Nagelsmann das Motto: keine Experimente! In seinem 23-köpfigen Aufgebot befindet sich kein einziger Neuling, auch Bayern-Stürmer Mathys Tel hoffte vergeblich. 

«Ich bin nicht hier, um Dinge auszuprobieren», stellte Deschamps klar. Grundsätzlich geht es ihm darum, dass sich das Team einspielen kann. Weshalb der Ausfall von Antoine Griezmann nach 84 Länderspiel-Einsätzen in Folge seit 2016 durchaus bitter ist. 

Das Ziel für die Endrunde in Deutschland ist klar: Der erste EM-Titel seit 24 Jahren soll her, nachdem es vor drei Jahren mit dem Achtelfinal-Aus gegen die Schweiz die größte Enttäuschung in Deschamps' Amtszeit gab. «Wir werden dort sicher mit dem Etikett als einer der Favoriten hinfahren, vielleicht sogar dem als größter Favorit», sagte der Nationaltrainer, dessen Vertrag bis 2026 läuft.

Griezmann fühlte sich übergangenen

«Dass wir ehrgeizig sind, ist klar», erklärte er und ergänzte mit Blick auf ein mögliches Endspiel in Berlin am französischen Nationalfeiertag: «Aber wir müssen Schritt für Schritt gehen und dürfen uns nicht schon am 14. Juli wähnen. 

In Dayot Upamecano vom FC Bayern steht diesmal nur ein Bundesliga-Akteur im Aufgebot, dazu aber gleich acht ehemalige. Upamecanos Clubkollege Kingsley Coman fehlt verletzt. Doch seit dem im Elfmeterschießen verlorenen WM-Finale 2022 gegen Argentinien hat sich einiges in der Hierarchie verändert. Nachdem der langjährige Kapitän Hugo Lloris direkt nach der WM zurücktrat, folgte sein auserkorener Nachfolger Raphael Varane drei Monate später ohne ein Spiel. Deschamps benannte Kylian Mbappé, weshalb sich Griezmann laut Medienberichten übergangen fühlte. 

Eine Lücke riss der Rücktritt des 37 Jahre alten Lloris, der seine Karriere beim Los Angeles FC ausklingen lässt, aber eben auch im Tor. Dort dauert die Suche nach einem Nachfolger noch an. Aktuell sei Mike Maignan vom AC Mailand die Nummer 1, Brice Samba von RC Lens die 2 und Alphonse Areola von West Ham United die 3, sagte Deschamps dieser Tage. «Aber die Hierarchie ist veränderlich. Es gab eine Wahrheit im November, es gibt eine Wahrheit im März und es wird eine Wahrheit im Juni geben.» Maignan ist am Knie angeschlagen und fehlte zuletzt im Training, sein Einsatz ist fraglich.

© dpa ⁄ Holger Schmidt, dpa
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