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Nach Absage in Saarbrücken: Wie geht es im DFB-Pokal weiter?

Die Absage des Pokalspiels zwischen Saarbrücken und Mönchengladbach stellt den DFB vor Herausforderungen. Es soll dringend ein Nachholtermin her. Und es gibt weitere Fragen.
1. FC Saarbrücken - Bor. Mönchengladbach
Arbeiter versuchten, Wasserlachen vom Spielfeld im Ludwigsparkstadion zu entfernen. © Uwe Anspach/dpa

Nach der Absage des Pokal-Viertelfinals zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach soll es zeitnah einen Nachholtermin geben.

Die Partie war wegen starker Regenfälle nicht angepfiffen worden, der Platz im Ludwigsparkstadion war unbespielbar. Beide Teams zeigten sich mit der Entscheidung des Schiedsrichters einverstanden. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet einige Fragen rund um das Spiel und die Neuansetzung.

Wann kann gespielt werden?

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will zügig einen Termin finden. Grundsätzlich dürfte sich die Suche nicht so schwierig gestalten, da beide Teams nicht international aktiv sind. Aber in den nächsten Tagen soll es weiter regnen, was eine Austragung in der nächsten Woche unwahrscheinlich erscheinen lässt. Und in der übernächsten hat Saarbrücken bereits ein Nachholspiel. In Abstimmung mit beiden Mannschaften solle die Verkündung aber «schnellstmöglich» erfolgen, teilte der DFB mit.  

Kann das Spiel in einem anderen Stadion stattfinden?

Theoretisch ja. Nach dpa-Informationen strebt dies der Deutsche Fußball-Bund aber nicht an. In den Durchführungsbestimmungen der DFB-Spielordnung ist in Paragraf 7 geregelt: «War ein gemeldetes Spielfeld wiederholt nicht bespielbar, so soll der Spielleiter die Spiele auf einem neutralen Platz austragen lassen.» Bei einer Pressekonferenz des Verbandes zur 3. Liga am Donnerstag meinte ein Sprecher sarkastisch: «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Saarbrücken den Award Pitch of the year erhält.» Diese Auszeichnung verleihen der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) jedes Jahr an Clubs für ihre herausragende Rasenqualität.

Wie geht es jetzt im Pokal weiter?

Bayer Leverkusen, Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Kaiserslautern stehen bereits als Halbfinalisten fest. Am Samstag wird im ZDF-Sportstudio die Auslosung der Halbfinal-Duelle stattfinden. Der DFB kündigte an, dass dann auch ein Doppellos (Saarbrücken/Mönchengladbach) im Topf sein wird. Sollte dies als Auswärts-Team gelost werden, wüsste der Gegner aber bis zur Austragung nicht, ob er tatsächlich daheim spielt. Denn im Falle eines Saarbrücker Weiterkommens würde das Heimrecht gedreht. 

Warum gibt es immer wieder Probleme mit dem Saarbrücker Rasen?

Schon vorab hatte es wegen Problemen mit der Drainage immer wieder Diskussionen um die Bespielbarkeit des Rasens des Drittligisten gegeben. Das Liga-Spiel gegen Dresden im Oktober war abgebrochen worden, das Pokalspiel gegen die Bayern hatte lange auf der Kippe gestanden. Auch das nächste Heimspiel der Saarländer in der 3. Liga am Sonntag gegen die SpVgg Unterhaching kann nicht stattfinden. Oberbürgermeister Uwe Conradt sagte am Mittwochabend in einem Statement: «Wir können uns bei den Vereinen und den Fans beider Teams sowie bei allen, die am heutigen Spieltag im Einsatz waren, nur für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.» Man müsse nun «Planungsdefizite ausräumen» und «das Rasenproblem lösen».

Wie wird das Rasen-Problem in Saarbrücken auf Dauer gelöst?

Saarbrückens Sportdezernent Patrick Berberich konstatierte, dass der Rasen «trotz aller eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung in den letzten Wochen und Monaten immer schlechter wird.» Erst am Tag vor der geplanten Gladbach-Partie hatte der Stadtrat die Ausbesserung des Rasens beschlossen. Eigentlich für nach der Saison, laut Berberich wolle man dies aber nun «schnellstmöglich auf den Weg bringen. Jetzt geht es darum, für die Zwischenzeit Lösungen zu finden.» Der DFB verweist darauf, dass auch die Drittliga-Clubs die Vorgabe haben, professionelle Standards umzusetzen.  

Was sagen die Beteiligten?

Die Gladbacher haben sich nicht über die Rasenqualität beschwert, sondern die Bemühungen der Saarbrücker Helfer gelobt. Doch beim FCS sind angesichts der sich zuspitzenden Lage viele verärgert über die Stadt als Besitzer der Arena. «Als Spieler kannst du in dieser Situation nicht viel sagen, es ist auf jeden Fall sehr ärgerlich und die Stadt sollte sehen, dass es so nicht tragbar ist», sagte Torwart Tim Schreiber. Sportdirektor Jürgen Luginger ärgerte sich darüber, dass gefühlt schon bei kleinen Schauern eine Absage droht: «Du guckst an den Himmel, siehst ein paar Wolken und weißt nicht, ob du am Wochenende spielen kannst. Das kann es nicht sein.»

© dpa ⁄ Holger Schmidt, Nils Bastek und Ulrike John, dpa
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