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DFB, Real, Bayern? Klopp wird zum Schattentrainer

Wann immer irgendwo ein Trainer bei einem großen Verein wackelt, wird in Zukunft wohl automatisch Jürgen Klopp ins Gespräch kommen. Der Noch-Coach des FC Liverpool dürfte viele Optionen haben.
Jürgen Klopp
Am Saisonende hört Jürgen Klopp als Liverpool-Trainer auf. © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Nach der bewegenden Rücktrittsankündigung von Jürgen Klopp greifen die Automatismen des Fußball-Geschäfts auch unweigerlich für den Kult-Trainer.

Denn sein Abschied vom FC Liverpool im kommenden Sommer wirft die Frage auf: Was nun? Dazu hatte Klopp im Podcast «Hotel Matze» im Juli gesagt: Ein Jahr Pause. Denn Urlaub habe er noch nie so richtig gehabt. Von Sommer 2025 an dürfte er sich vor Job-Angeboten kaum retten können. Das könnten die Optionen sein:

Rückkehr zum BVB?

Bundestrainer: Der Vertrag von Julian Nagelsmann beim Deutschen Fußball-Bund läuft bis nach der Heim-EM 2024. Wie es danach für ihn weitergeht, ist offen. Da 2025 kein großes Turnier ansteht, wäre es unproblematisch, wenn Klopp sich seine Auszeit gönnen würde. Womöglich könnte sein langjähriger Assistent Peter Krawietz schon die Arbeit aufnehmen und die Grundlagen für den Klopp-Fußball schaffen. Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent.

Rückkehr nach Dortmund: Seit dem Abgang 2015 sucht man beim BVB den Klopp-Klon. Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger, Marco Rose, Lucien Favre - sie alle scheiterten an der Reproduktion der erfolgreichen Zeit. In Edin Terzic glaubte man, einen langjährigen Trainer gefunden zu haben, doch zuletzt stand auch der 41-Jährige in der Kritik. Dennoch ist ein Comeback Klopps nur schwer vorstellbar. Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent.

Job bei Bayern München?

Königlicher Kloppo: Im FC Liverpool hat Klopp einem der bedeutendsten Clubs der Welt wieder zu neuem Glanz verholfen. Was soll da nun international noch kommen? Man bleibt unweigerlich bei Real Madrid hängen. Dort hat zwar Carlo Ancelotti seinen Vertrag erst bis 2026 verlängert und den Umbruch sehr erfolgreich eingeleitet. Doch wenn Klopp zu haben ist, dürfte das auch Real-Präsident Florentino Pérez reizen. Wahrscheinlichkeit: 45 Prozent.

Ab in die Wüste: Im Sommer kauften Clubs aus Saudi-Arabien eine Reihe von Top-Stars, schütteten sie praktisch mit Geld zu. Jürgen Klopp als Trainer wäre weltweit ein großer Sympathieträger und sicher eine gewaltige Summe wert. Doch der Schwabe wirkt nicht wie jemand, der für ein gigantisches Gehalt Dinge wie die Menschenrechtslage in dem Königreich vergessen kann. Zumal er das Geld sicherlich nicht nötig hat. Wahrscheinlichkeit: 2 Prozent.

Lederhosen und Wiesn: Blieben noch die Bayern. Unter Trainer Thomas Tuchel sind die Münchner in der Liga derzeit nur Zweiter und schieden früh aus dem Pokal aus; auch an der Spielweise gibt es immer wieder Kritik. Wenn die Bayern die Chance auf Klopp sehen, werden sie sie möglicherweise ergreifen. Klopp selbst erzählte einmal im «The Telegraph», dass er mehrfach schon nach München hätte gehen können, ihn dies aber nicht gereizt hätte. Womöglich ändert sich das nun. Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent.

© dpa
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