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Steinmeier: Private Stiftungen ungleich verteilt

In einer neuen Initiative wollen Stiftungen demokratisches Engagement im Osten stärken. Aus Sicht des Bundespräsidenten ist das eine wichtige Entwicklung. Denn noch gibt es eine Ungleichheit.
Steinmeier eröffnet Initiative «Zukunftswege Ost»
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. © Jacob Schröter/dpa

Das Geld privater Stiftungen ist nach Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ungleich verteilt. «Gemeinnützige Stiftungen sind ja nichts anderes als privates Kapital im Dienste des Gemeinwohls», sagte er am Freitag in Saalfeld zum Auftakt der Initiative «Zukunftswege Ost». Sie seien oft Treibstoff ehrenamtlichen Engagements. Allerdings kämen fast 90 Prozent der Stiftungen immer noch aus Westdeutschland und nur zehn Prozent aus dem Osten.

Ziel von «Zukunftswege Ost» sei, «diese Ungleichheit zu reduzieren und bürgerschaftlichem Engagement insbesondere im ländlichen Raum Ostdeutschlands mehr auch finanziellen Rückenwind zu geben». Privates Kapital bundesweit zu sammeln und dorthin zu lenken, wo es besonders gebraucht werde, sei ein «wichtiges gesamtdeutsches Projekt».

In der Initiative haben sich Stiftungen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen zusammengeschlossen und wollen Menschen in Ostdeutschland unterstützen, die sich für die Demokratie engagieren. Bis Juli solle ein Fonds aufgesetzt sein, aus dem mit bis zu 5000 Euro Organisationen und Initiativen vor allem im ländlichen Raum unterstützt werden sollen. Die Region Saalfeld-Rudolstadt soll zudem eine erste Fokusregion sein, in die besonders viel Unterstützung fließen soll.

Die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutsche Stiftungen, Annette Heuser, sprach ebenfalls von einem extremen Ungleichgewicht. Es gebe etwa 25.000 Stiftungen, nur 1900 davon seien in Ostdeutschland. Die Initiative wolle mehr für das Stiften in Ostdeutschland tun. Auch, weil gerade dort zuletzt die Zivilgesellschaft unter Druck geraten sei.

Steinmeier sagte am Freitag, es brauche bürgerschaftliches Engagement von Menschen, die sich für ihre Stadt starkmachen. Dieses Engagement verdiene Anerkennung und Wertschätzung. «Es braucht aber eben auch Förderung und Unterstützung. Und diese Unterstützung, die kommt auch vom Staat, aber sie kann nicht allein und nur vom Staat kommen, sondern auch die Gesellschaft selbst muss beitragen.»

© dpa
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