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Automuseum Eisenach - seit zehn Jahren als Stiftung

Dixi, BMW, Wartburg, Opel - diese Marken stehen für die Tradition des Autobaus in Eisenach. Die «Automobile Welt Eisenach» zeichnet die Entwicklung seit Ende des 19. Jahrhunderts nach.
Museum
Ein Wartburg-Motorwagen „Modell 1“ (1899) steht im Museum „Automobile Welt Eisenach“. © Michael Reichel/dpa

Das Eisenacher Automobilmuseum erfreut sich zehn Jahre nach der Überführung in eine Stiftung steigender Besucherzahlen. Im vergangenen Jahr habe es 42.000 Gäste angelockt, sagte Stiftungsgeschäftsführer und Museumsleiter Matthias Doht der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Eisenacher Museen habe nur die Wartburg eine größere Besucherresonanz verzeichnet. Vor dem Trägerwechsel kamen Doht zufolge zuletzt 26.000 Schaulustige in das Museum, das die Geschichte des Eisenacher Automobilbaus nachzeichnet und historische Autos zeigt. Eisenach ist seit mehr als 125 Jahren Autoproduktionsort, hier wurden Modelle der Marken «Dixi», BMW und «Wartburg» hergestellt. Heute hat Eisenach ein Opel-Werk.

Ausstellung deutlich erweitert

Das Museum war im April 2014 von der Stadt Eisenach an eine private Stiftung übertragen worden. Seitdem seien mit Unterstützung des Landes und privater Spender rund eine Million Euro investiert worden, sagte Doht, der einer der Stiftungsgründer ist. Die Stadt Eisenach zahlt einen jährlichen Zuschuss zu Personal- und Sachkosten. Die Ausstellungsfläche in einem ehemaligen Gebäude des Automobilwerks wuchs auf vier Räume mit insgesamt 2000 Quadratmetern.

Dort werden derzeit 55 Autos, elf Motorräder und drei Fahrräder gezeigt. Das älteste Auto stammt aus dem Jahr 1899. Zu sehen sind auch eine historische Dixi-Werkstatt von 1912 und ein großes Modell des Automobilwerks in der DDR-Zeit ebenso wie «Wartburg»-Prototypen von DDR-Entwicklern, die nie in Serie gingen. Die meisten Ausstellungsstücke gehören dem Museum oder der Stadt Eisenach, ein Drittel sind Leihgaben.

Problem Energiekosten

Ein großes Problem für das Museum sind Doht zufolge aktuell die Energiekosten. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 54.000 Euro für Strom und Gas angefallen. Der unter Denkmalschutz stehende Bau aus dem Jahr 1935, errichtet als Industriegebäude mit sehr dünnen, nicht isolierten Wänden, wird mit Erdgas beheizt. «Da müssen wir etwas machen», so Doht. Nötig sei auch ein Lastenaufzug und langfristig ein neuer Standort für das Museumsarchiv, da die klimatischen Bedingungen im jetzigen nicht ideal für die dort gelagerten Papiere und Dokumente seien. «Und die Luftentfeuchter fressen viel Strom.»

In Eisenach war 1896 die erst dritte deutsche Autofabrik entstanden, Ende 1898 wurden die ersten Autos ausgeliefert. 1928 übernahmen die Bayerischen Motorenwerke (BMW) die Fabrik, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt wurde. In der DDR wurde das Werk verstaatlicht.

© dpa
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