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Arbeitslosenzahl in Thüringen leicht gesunken

Saisonüblich hat die Arbeitslosigkeit in Thüringen abgenommen. Allerdings fällt der Rückgang nur minimal aus und auch die Unternehmen melden weniger offene Stellen.
Bundesagentur für Arbeit
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit spiegelt sich in einer Scheibe. © Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

Die Frühjahrsbelebung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt setzt sich fort, wenn auch verhalten. Im April waren im Freistaat rund 69.200 Männer und Frauen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Halle mitteilte. Das waren rund 1400 weniger Arbeitslose als im März, aber etwa 4400 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sei im Monatsvergleich um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent nach unten gegangen. Im Vorjahr hatte die Quote bei 5,9 Prozent gelegen.

Obwohl der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April überschaubar sei, könne die Entwicklung angesichts der gedämpften Wirtschaftsstimmung positiv bewertet werden, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur, Markus Behrens. In den kommenden Monaten werde eine weiter sinkende Arbeitslosenzahl erwartet, wenn auch in geringerem Maße. «Es ist wichtig zu beachten, dass der Fachkräftebedarf der Unternehmen in Thüringen hoch ist und aufgrund demografischer Veränderungen weiter steigen wird.»

Bei den Arbeitsagenturen waren den Angaben nach rund 15.100 Stellenangebote gelistet. Die Arbeitgeber meldeten im April ähnlich wie im März fast 3000 neue Stellen, das waren nahezu 330 weniger als vor einem Jahr. Weiter gestiegen ist demgegenüber die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Freistaat. Im April waren rund 23.600 Frauen und Männer länger als ein Jahr ohne Arbeit. Das waren fast 100 mehr als im März und fast 3000 mehr als im April 2023.

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Erwerbslosen beträgt den Angaben nach derzeit 34,1 Prozent, im März waren es 33,3 Prozent. Zugenommen habe auch die Zahl der arbeitslosen ukrainischen Flüchtlinge. In den Arbeitsagenturen und Jobcentern waren fast 6600 Arbeitslose mit ukrainischer Herkunft registriert, knapp 200 mehr als vor einem Jahr.

Auf dem Ausbildungsmarkt hatten im April noch 3600 Jugendliche weder eine Lehrstelle noch eine Alternative gefunden. 7300 Ausbildungsplätze waren noch unbesetzt. Seit Oktober wurden insgesamt 11.200 Ausbildungsstellen gemeldet und damit 500 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im zurückliegenden halben Jahr bewarben sich 6100 junge Menschen um einen Ausbildungsplatz.

Die Regionaldirektion griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 15. April vorlag.

© dpa
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