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Sachsen-Anhalt will bis 2030 überall im Land Glasfaser

«Glasfaser an jeder Milchkanne» - damit wurde schon vor Jahren bundesweit geworben. Trotzdem hakt der Ausbau noch und viele Menschen setzen noch auf DSL. Das will die Landesregierung ändern.
Breitbandausbau auf dem Land
Eine Kabeltrommel mit Glasfaserkabel steht an einer schmalen Landstraße. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

In den kommenden Jahren sollen nach dem Willen von Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) alle Unternehmen und Haushalte in Sachsen-Anhalt an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Gemeinsam mit den Kommunen und Wirtschaftsverbänden hat das Ministerium am Mittwoch eine landesweite Kampagne gestartet, um für den Ausbau zu werben. Nur Glasfaser stelle auf Dauer sicher, dass die Datenraten der Zukunft bewältigt werden könnten, sagte Hüskens. «Es ist schneller, stabiler und sicherer als die herkömmlichen DSL-Kupfernetze.» Die Menschen müssten sich aber selbst für einen Ausbau entscheiden und dabei auch an spätere Generationen denken. Leider seien noch nicht alle Menschen von den Vorzügen des Glasfaseranschlusses überzeugt, so die Ministerin.

In den kommenden drei Monaten werde im Radio, in Zeitungen, Online und auf Plakaten für den Glasfaserausbau geworben. Unter anderem sei auch Handball-Bundestrainer Alfred Gislasson für die Kampagne als Werbegesicht gewonnen worden. Er lebe schließlich selbst im ländlichen Raum von Sachsen-Anhalt, hieß es in der Vorstellung zur Werbekampagne.

Derzeit liegt die Glasfaserquote in Sachsen-Anhalt nach Ministeriumsangaben bei 23,2 Prozent. Bis 2030 soll sie auf 100 Prozent steigen. Besonders einige Landkreise, wie Stendal (3 Prozent) oder der Burgenlandkreis (9 Prozent) liegen deutlich unter dem Landesschnitt.

Der Bedarf an Internet-Bandbreite steige von Jahr zu Jahr, betonte Marco Langhof, der Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt. «Während Immobilien ohne Glasfaser künftig lediglich an Wert verlieren, werden Unternehmen ohne Glasfaser langfristig kaum überleben.» Die Preise lägen natürlich höher als die Preise für aktuelle DSL-Anschlüsse, sagte Langhof. Statt 30 Euro bewege man sich in etwa im Rahmen von 50 Euro. Dies müsse man aber auch als Investition in die Zukunft für private Grundstücke sehen. Auch nicht jeder Unternehmer sei direkt Feuer und Flamme, aber etwa alle zwei Jahre verdoppele sich der Bandbreitenbedarf, daher seien solche Investitionen notwendig.

Der Ausbau soll vor allem eigenverantwortlich erfolgen. In Fällen, in denen der Ausbau sich wirtschaftlich nicht trage, stelle das Land in den kommenden Jahren aber auch noch einmal 200 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Auch Landkreise und Kommunen werben für die neue Kampagne und den Glasfaserausbau. Orte, die nicht angeschlossen seien, würden in Zukunft als Wohnstandorte verloren gehen, betonte Thomas Balcerowski (CDU), Landrat des Landkreises Harz. Für Informationen schaltet das Land eine eigene Internetseite und Telefon-Hotline. Im Zweifelsfall sollten Bürgerinnen und Bürger aber auch beim Bürgermeister nachfragen, mit welchen Anbietern in den einzelnen Orten schon Gespräche geführt würden.

© dpa
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