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Sachsen-Anhalt: Bezahltes Studium für Sekundarschullehrer

Sachsen-Anhalt fehlen Lehrer, insbesondere an den Sekundarschulen. Ein bezahltes Studium, nach dem sich die angehenden Lehrkräfte fünf Jahre lang an Sachsen-Anhalt binden, soll etwas Abhilfe schaffen.
Lehrkräfte
Magdeburgs Uni-Rektor Jens Strackeljan spricht während eines dpa-Interviews in seinem Büro auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hinter einer Tasse mit der Aufschrift «Ohne Lehrer*innen hätte das Leben keine Klasse». © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Sie gehen früh in die Schulen und erhalten während des Studiums schon Geld – angehenden Sekundarschullehrkräften bietet die Otto-von-Guericke-Universität ab Herbst eine neuartige Ausbildung an. Im dualen Bachelorstudiengang «Lehramt an Sekundarschulen» sollen theoretisches Wissen und Schulpraxis frühzeitig ermöglicht werden, wie die Universität am Montag mitteilte. Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte am Montag, junge Menschen sollten enger an das Land gebunden werden. Sie erhielten im Bachelorstudium 1400 Euro pro Monat und im Masterstudiengang etwa 1540 Euro. Dafür verpflichten sich die jungen Leute im Anschluss an die fünfeinhalb Jahre lange Ausbildung, mindestens fünf Jahre an einer Schule im Land zu unterrichten. 

Konkret bezieht sich das Modellprojekt auf Sekundarschulen in den Regionen Altmarkkreis Salzwedel und den Landkreisen Stendal, Börde und Jerichower Land, wie Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) erklärte. Die Studierenden könnten sich zu Beginn des Studiums eine Stammschule für den Praxisanteil ab dem dritten Semester aussuchen. Möglich und gewünscht ist, dass die angehenden Lehrkräfte dort auch ihr Referendariat absolvieren und anschließend dort unterrichten. Mögliche Fächerkombinationen sind Deutsch plus Ethik, Chemie oder Technik sowie Mathematik mit Chemie, Technik oder Physik. Ab dem kommenden Jahr soll Informatik hinzukommen, so Feußner. Bewerbungen für das duale Studium seien vom 15. Mai bis 15. Juli möglich. 

Im Rahmen des Modellprojekts, das zunächst nicht zeitlich begrenzt ist, sollen ab Herbst zunächst 30 Studierende beginnen. Wissenschaftsminister Willingmann sagte, die Zahl der Studierenden könne erhöht werden, wenn die Nachfrage hoch sei. Auch eine Ausweitung auf weitere Mangelfächer sei möglich.

Der Wissenschaftsminister erklärte, er erwarte auch von der Uni Halle höhere Praxisanteile im Lehramtsstudium. Es gehe darum, den sogenannten Praxisschock abzumindern und mehr Studierende zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu bringen. In Halle werden die meisten Lehrkräfte ausgebildet. 

Hintergrund des neuen Modellprojekts ist der gravierende Lehrermangel in Sachsen-Anhalt. Es fehlen rund 800 Lehrkräfte, insbesondere an den Sekundarschulen fehlen Lehrer. Dabei waren die Einstellungsbedingungen immer weiter gelockert worden.

Auch das Nachbarbundesland Thüringen startet ein praxisorientiertes Lehramtsstudium. In Sachsen-Anhalt, betonte Willingmann, sollten die angehenden Lehrkräfte ab dem dritten Semester an die Schulen gehen, aber nicht Lehrer sein. Bildungsministerin Feußner sagte, an den Schulen gebe es für die Studierenden Hilfestellung durch erfahrene Lehrkräfte. Ab dem dritten Semester sollten sie pro Woche einen Tag in der Schule sein, im Masterstudiengang gebe es zwei verpflichtende Schultage. Zudem könnten sie als Assistenten Projekttage begleiten.

© dpa
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