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MDR-Radiosendung «Flirteinander» endet nach fast 30 Jahren

Tausende Menschen haben die Chance genutzt, in Sabine Küsters Show am Mittwochabend die echte Liebe zu finden. Nun geht die MDR-Moderatorin in den Ruhestand - und mit ihr das Verlieben übers Radio.
Flirteinander-Moderatorin Sabine Küster
Die Radiomoderatorin Sabine Küster steht im Landesfunkhaus in Magdeburg. © Andreas Lander/MDR/dpa

Jahrzehntelang wurde in der Sendung von Sabine Küster geflirtet - nun ist Schluss. Die Erfinderin und Moderatorin der MDR-Sachsen-Anhalt-Radiosendung «Flirteinander» geht in den Ruhestand. «Besonders gefreut hat mich, dass die Menschen mir von Anfang an viel Vertrauen entgegengebracht haben», sagte Küster am Tag vor ihrer letzten Sendung im Interview der Deutschen Presse-Agentur. In fast 30 Jahren hat sie insgesamt 1500 Sendungen zum Verlieben moderiert und dabei 23.000 Kandidatinnen und Kandidaten bei sich begrüßt. Am Mittwochabend (MDR/20.00 Uhr) blickt die Moderatorin noch einmal auf die Zeit zurück, in der Freundschaften, Beziehungen und auch Ehen durch ihr Zutun entstanden sind. Zu Gast sind dazu acht Paare, die sich über «Flirteinander» kennengelernt haben.

Bereits 1994 hatte Küster das Konzept für die Dating-Show im MDR-Radio entworfen. Im Dezember ging «Flirteinander» auf Sendung. Damals sei sie oft deutlich jünger gewesen als die Kandidatinnen und Kandidaten, erinnerte sich die Moderatorin. «Das hat sich im Laufe der Jahre aber natürlich geändert.»

Bis zum Schluss zählten die Kandidatinnen und Kandidaten von Küster oft zum eher älteren Semester, erzählt sie. Aber auch jüngere Menschen riefen bei ihr an, um die Liebe ihres Lebens über das Radio zu finden. Dass ein Anrufer über 70 Jahre alt war, sei noch vor 30 Jahren eher eine Ausnahme gewesen, später dann hingegen fast die Regel geworden. Der Anspruch der Liebesuchenden habe sich im Laufe der Zeit geändert, sagte Küster. «Die Menschen erwarten heute auch im Alter noch was vom Leben, wollen mit einem Partner noch schöne gemeinsame Jahre verbringen.» Einigen sei es etwa wichtig, dass ein potenzieller Partner ein Auto hat - um unterwegs zu sein und nicht nur zu Hause herumzusitzen.

Für einen Anruf bei Küster habe auch gesprochen, dass das Angebot seriös und kostenlos war, sagte die Moderatorin. Das erste Paar, das sich bei Küster fand, waren Gisela und Roland. Im Mai 1995 trafen sie aufeinander, vier Monate später heirateten sie. Die Beziehung hielt bis zum Tod von Roland - fast 25 Jahre lang. Auch an Petra und Bernd - «das schnellste Paar Deutschlands» - erinnert sich Küster gerne. 2004 heiratete das Paar - nur fünf Wochen, nachdem sie über Küster zueinander gefunden hatten.

In den drei Jahrzehnten haben sich ein wenig mehr Männer (12.000) als Frauen (11.200) bei Küster gemeldet. Der älteste Kandidat war 88 Jahre alt - und hat bei der Moderatorin seine Traumfrau gefunden. Sie war 20 Jahre jünger als er.

Nach all den Jahren voller Geschichten sieht Küster sich auch heute nicht als Ratgeberin in Sachen Liebe. «Aber ich bin eine gute Zuhörerin und habe immer versucht herauszufinden, an was es liegt.» Nicht selten hatten die Männer und Frauen unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das gemeinsame Leben gestaltet werden könnte.

Einen Nachfolger von «Flirteinander» wird es nach Angaben des MDR nicht geben. Am Mittwoch nach der 1500. Sendung wird abends «MDR Sachsen-Anhalt am Abend» zu hören sein - ein Mix aus Nachrichten und Musik. Küster war während ihrer Zeit als Moderatorin im Mitteldeutschen Rundfunk auch in anderen Formaten zu hören.

Auf ihre Tipps dazu, wie man die Liebe seines Lebens findet, müssen die Zuhörerinnen und Zuhörer des MDR am Mittwochabend in Zukunft verzichten. Die Moderatorin will sich zu Beginn ihres Ruhestandes erst einmal sortieren. «Ich habe einen Mann, zwei Kinder, vier Enkelkinder. Außerdem einen Garten. Es wird sich sicher etwas finden.»

© dpa
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