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Umgang mit Wölfen wird zum Wahlkampfthema

Noch ist das Fell des Isegrim nicht erlegt, doch die CDU hat schon klare Vorstellungen, wie es mit dem Wolf nach der Landtagswahl weitergeht. Die Aussichten für ihn scheinen nicht rosig. Das Raubtier wird nun zum Wahlkampfthema.
Wolf
Ein Wolf läuft auf Futter wartend durch ein Gehege im Tierpark Wildparadies Tripsdrill. © Bernd Weißbrod/dpa

Die sächsische CDU bläst zur Jagd auf den Wolf. Zumindest drängen Politiker der Union auf eine Reduzierung des Bestandes im Freistaat. SPD-Spitzenkandidatin und Sozialministerin Petra Köpping reagierte am Freitag umgehend auf Äußerungen aus der Union, über die «Sächsische.de» am selben Tag berichtete. Demnach will es die CDU für die kommende Legislatur zur Bedingung machen, dass die Zahl der Wölfe jährlich um ein Drittel reduziert wird. «Beim Wolf braucht es vernünftige, unideologische Lösungen. Die Entnahme von Wölfen, die eine Gefahr darstellen, muss einfacher werden», forderte auch Köpping. Feste Quoten würden aber keinen Sinn machen. Mit dem Begriff Entnahme ist Abschuss gemeint.

«Wenn es ein objektives Problem gibt, muss es schnell und unbürokratisch möglich sein, den Wolf zu entnehmen. So ist es gerade eben nicht. Deshalb müssen wir es ändern», erklärte Köpping. Zugleich warne sie vor einer Polarisierung: «Wir müssen das Problem sachlich lösen. Es schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, mit möglichst provokanten Forderungen das nächste Konfliktthema aufzumachen. Nach der Devise: Hauptsache Streit. Da kann man vielleicht die Grünen mit ärgern, aber die allermeisten Sachsen wünschen sich hier eine pragmatische Politik. Und das sollten wir tun.»

«Sächsische.de» hatte den Vizechef der CDU-Landtagsfraktion, Georg-Ludwig von Breitenbuch, mit den Worten zitiert. «Wir haben zu viele Wölfe». «Die Reduzierung um ein Drittel pro Jahr muss in den Koalitionsvertrag», ergänzte CDU-Staatssekretär Conrad Clemens. Andernfalls drohe ein weiterer Stillstand beim Thema Wolf.

Die streng geschützten Wölfe sind ein Dauerthema in der sächsischen Politik. Denn der Freistaat gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Anzahl von Rudeln. Laut Statistik gab es zuletzt 38 Rudel, vier Paare und zwei Einzeltiere. Rudelgrößen schwanken meist zwischen fünf und zehn Tieren. Demnach dürften mehr als 300 Wölfe in Sachsen leben. Der CDU geht es darum, den Bestand um die jährlichen Zuwachsrate zu minimieren.

Hintergrund sind auch die Verluste sächsischer Nutztierhalter, vor allem Schafhalter sind betroffen. Im vergangenen Jahr wurden der Fachstelle Wolf im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie 360 Schadensfälle gemeldet, in 273 Fällen werden Wölfe «hinreichend sicher» als Verursacher genannt. Insgesamt wurden 1376 Tiere getötet, verletzt oder werden vermisst.

© dpa
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