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Tierversuche Sachsen: 138 Genehmigungen im vergangenen Jahr

An mehr als 100.000 Tieren wurden im Jahr 2022 Versuche im Freistaat durchgeführt. 2023 wurden weitere Forschungsvorhaben genehmigt.
Versuchstiere
Eine Mitarbeiterin hält im Zentralen Tierlabor des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) einen Tierkäfig mit Mäusen in den Händen. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 138 Tierversuchsvorhaben genehmigt worden. 30 davon durchliefen ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren, etwa weil ein Tierversuch für den Forschungszweck gesetzlich vorgeschrieben ist, wie die Landesdirektion Sachsen auf Anfrage mitteilte. Die Genehmigungen werden demnach in der Regel für einen Zeitraum für drei bis fünf Jahre beantragt und erteilt.

Insgesamt rund 122.000 Tiere wurden 2022 im Freistaat in Versuchen eingesetzt. Das geht aus Zahlen des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren hervor. Weitere rund 11.000 Tiere wurden demnach für wissenschaftliche Zwecke getötet, beispielsweise, um deren Organe oder Gewebe für Zellkulturen zu verwenden. Hinzu kamen rund 80.000 Tiere, die für wissenschaftliche Zwecke gezüchtet, aber nicht für diese eingesetzt und dann getötet wurden, etwa weil sie eine gewünschte genetische Veränderung nicht besaßen. Deutschlandweit wurden 1,73 Millionen Tiere in Versuchen eingesetzt. Aktuellere Daten liegen zu den Versuchstieren nicht vor.

Am häufigsten wurden in Sachsen Experimente an Mäusen (110.000) durchgeführt, gefolgt von Zebrafischen (7100). Auch an Ratten (872), Schweinen (916) und Pferden (374) wurde getestet. Zudem zählten 27 Hunde zu den Versuchstieren, der Großteil davon in der Hochschulausbildung und beruflichen Schulungen.

Im Freistaat führen laut Landesdirektion sieben Forschungsinstitute Tierversuche durch: das Fraunhofer-Institut, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, die Technische Universität Dresden und die Universität Leipzig. Die Einrichtungen werden den Angaben zufolge mindestens alle drei Jahre kontrolliert, Primatenhaltungen jährlich. Die Kontrollen gibt es sowohl angekündigt als auch unangekündigt.

© dpa
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