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Sachsen will sich für Waldbrände besser rüsten

Die Gefahr von Waldbränden nimmt in Zeiten des Klimawandels zu. Erst 2022 brannten große Flächen in Sachsen. Was tut der Freistaat, um künftig besser für solche Ereignisse gerüstet zu sein?
Waldbrand
Rauch steigt von einem Waldbrandgebiet in den Himmel. © Robert Michael/dpa/Symbolbild

Sachsen rüstet im Kampf gegen Waldbrände auf. Bis Ende des Jahres soll der erste von drei Polizeihubschraubern geliefert werden, der auch zum Löschen von Waldbränden eingesetzt werden kann. Das kündigte Innenminister Armin Schuster am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts an. Rund 60 Millionen Euro werden insgesamt in die drei neuen Hubschrauber investiert.

Die Maschinen seien bestellt, es gebe aber Lieferschwierigkeiten in der Industrie, sagte Schuster. «Jede Saison, in der wir keinen Hubschrauber haben, bin ich beunruhigt», so der CDU-Politiker. Ziel sei es, künftig durch einen abgestimmten Einsatz von Kräften am Boden und in der Luft Brände bereits frühzeitig zu löschen.

Schuster verwies zudem auf die rund 30 Millionen Euro, die zusätzlich für den auf Waldbrand ausgerichteten Katastrophenschutz eingeplant sind. In diesem Jahr stehen dafür sieben Millionen Euro zur Verfügung, in den nächsten beiden Jahren jeweils zehn Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem in große Löschfahrzeuge, Geländefahrzeuge und in mobile Technik zur Ortung von Glutnestern. Mehrere Bestellungen seien bereits gemacht worden, betonte Schuster. Im März sollen die ersten Fahrzeuge geliefert werden.

Der Innenminister verwies zudem auf das Waldbrandschutzkonzept, das umgesetzt werden soll. Sachsen hatte nach den verheerenden Waldbränden im Sommer 2022 eine Expertenkommission eingesetzt. Im März vergangenen Jahres legten die Fachleute mehr als 100 Vorschläge vor - sie empfahlen unter anderem, den Waldumbau noch stärker auf Mischwälder mit Laubbäumen zu fokussieren. Totholz soll entfernt werden, wenn es Rettungswege versperrt. Auch eine bessere Wasserversorgung gehört zu den Empfehlungen.

Umweltminister Wolfram Günther verwies darauf, dass bereits einiges getan wurde. «Wir fördern den Bau von Brunnen und Zisternen für Löschwasser in Kommunen, haben mobile Zisternen und mobiles Löschgerät angeschafft», so der Grünen-Politiker. Zudem gebe es mehr Personal etwa im Nationalpark für die Brandschutzüberwachung. Ferner werde der Waldumbau hin zu weniger brandgefährdeten Mischwäldern vorangetrieben. Waldwege sollen so bewirtschaftet werden, dass Feuerwehren sie leichter nutzen könnten, so Günther. Der Fokus müsse verstärkt auf der Vorbeugung liegen. «Jeder Brand, der gar nicht erst entsteht, muss hinterher auch nicht gelöscht werden.»

Sachsen hatte im Sommer 2022 neben diversen kleineren Bränden auch drei Großfeuer in Wäldern zu löschen. Neben dem Nationalpark Sächsische Schweiz waren die Gohrischheide und ein Waldstück bei Arzberg in Nordsachsen betroffen - insgesamt rund 12 Quadratkilometer Wald. Knapp 9000 Einsatzkräfte waren damals im Einsatz.

Wegen des teilweise verregneten Sommers ereigneten sich im vergangenen Jahr in Sachsen weniger Waldbrände als im Vorjahr. Laut einer vorläufigen Bilanz des Staatsbetriebes Sachsenforst wurden 102 Waldbrände gezählt. 2022 waren 215 Brände gemeldet worden.

© dpa
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