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Pödelwitzer rufen Politik um Hilfe bei Rettung ihres Dorfes

Seit drei Jahren steht fest, dass das Dorf Pödelwitz nicht dem Braunkohletagebau weichen muss. Doch seitdem herrscht in dem Ort Stillstand. Jetzt bitten die Einwohner die Bundespolitik um Hilfe.
Pödelwitzer rufen Bundespolitik um Hilfe bei Rettung ihres Dorfes
Jemand hat ein Herz auf den Wegweiser nach Pödelwitz gemalt. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die verbliebenen Einwohner des Dorfes Pödelwitz im Landkreis Leipzig fordern die Bundespolitik auf, sich für einen «wahrhaftigen» Erhalt ihres Ortes einzusetzen. Bei einem Besuch von Grünen-Abgeordneten übergab der Verein «Pödelwitz hat Zukunft» am Mittwoch einen offenen Brief, in dem die Bundespolitik zu einer aktiven Mitarbeit bei der Revitalisierung aufgerufen wird. Die Forderung gilt für Pödelwitz, aber auch für gerettete Orte im Rheinischen Revier wie Keyenberg, Kuckum oder Berverath.

««Gerettet» bedeutet derzeit, dass diese Dörfer größtenteils leerstehen und dass ihre Häuser verfallen», heißt es in dem Schreiben. Die Energieunternehmen RWE und Mibrag verhinderten eine Wiederbelebung. Ihnen gehöre ein Großteil der Häuser in diesen Ortschaften.

In Pödelwitz sind 80 Prozent der Grundstücke in den Besitz der Mibrag übergegangen. Das Bergbauunternehmen hatte sie umsiedlungswilligen Einwohnern abgekauft, als Pödelwitz noch die Abbaggerung drohte. Anfang 2021 war dann bekannt geworden, dass die Mibrag die Kohle unter Pödelwitz und im Groitzscher Dreieck nicht mehr abbauen will.

Die Dorfbewohner fordern unter anderem eine Auflösung der Eigentumsverhältnisse von RWE und Mibrag «im Sinne des Gemeinwohls». Die Gebäude sollten vergesellschaftet werden - etwa durch Genossenschaften. Zudem verlangen sie mehr Beteiligung bei der Wiederbelebung der Ortschaften und kritisieren «Hinhaltetaktiken».

Die Mibrag teilte auf Anfrage mit, dass es sich um zeitaufwändige Prozesse handele. Zum einen seien Fragen der Raumordnung zu klären. Zum anderen habe die Stadt Groitzsch, zu der Pödelwitz gehört, einen Beteiligungsprozess gestartet. Dort sollen die Ideen und Vorschläge zur Entwicklung des Dorfes diskutiert werden. «Der Diskussionsprozess ist angelaufen, jedoch sind in diesem Zusammenhang keine kurzfristigen Entscheidungen zu erwarten», erklärte Sprecher Sebastian Exner. Daher verfolge Mibrag derzeit auch keine Pläne zum Verkauf ihrer Grundstücke. Die Immobilien würden gesichert und regelmäßig kontrolliert.

© dpa
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