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Köpping: Finger weg von der «Arbeiter-Rente»

Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping hat die aktuelle Rentendebatte kritisiert. «Wer 45 Jahre gearbeitet hat, muss auch künftig eher in Rente gehen können. Die Ideen, gerade bei Arbeitern und Leuten, die seit ihrem 18. Geburtstag voll gearbeitet haben, jetzt die Renten zu kürzen, lehne ich ab», erklärte die SPD-Politikerin am Montag in Dresden. Konservative würden mit immer neuen Ideen Unruhe stiften. «Die Rente ist kein Spielball für tagespolitischen Populismus!» Köpping gab ihr Statement als SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl ab und überschrieb es mit den Worten «Finger weg von der "Arbeiter-Rente".»
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping spricht während einer Pressekonferenz. © Jan Woitas/dpa/Archivbild

Köpping hält die derzeit laufende Debatte zur Rente für «unanständig». «Die Rentnerinnen und Rentner haben sich ihre Rente hart erarbeitet. Weder eine Aussetzung der Rentenerhöhung noch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters sind gerecht (...). Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Rente sicher ist.»

Köpping wies auch den Vorschlag der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm zurück: «Wer 45 Jahre in die Rentenkasse einzahlt, muss abschlagsfrei in Rente gehen können. Das betrifft ausschließlich Menschen, die eben nicht studiert haben und eine Ausbildung gemacht haben.» Ihre Partei habe die «arbeitende Mitte» im Blick. «Die CDU möchte das Renteneintrittsalter erhöhen und die Renten kürzen. Es ist schlicht unverantwortlich, wie die CDU die Renten auf dem Finanzmarkt verramschen will. Mit solchen Plänen ist steigende Altersarmut programmiert. So wird der gesellschaftliche Zusammenhalt auf Jahrzehnte massiv gestört.»

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat sich dafür ausgesprochen, die «Rente mit 63» nur noch Menschen mit gefährdeter Gesundheit zu ermöglichen. Die jetzige Regelung schaffe für viele einen Anreiz, früher in den Ruhestand zu gehen, ob mit oder ohne Abschläge. «Vor allem Gutverdiener machen davon Gebrauch. Das verschärft den Fachkräftemangel», beklagte Grimm.

© dpa
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