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«Hätte besser sein können» - Skisaison durchwachsen

Wärme und Regen haben den Pisten in Sachsen zugesetzt, aktuell ist der Skibetrieb überall im Erzgebirge eingestellt. Urlauber müssen auf Alternativen zum klassischen Wintersport ausweichen.
Milder Winter im Erzgebirge
Autos fahren über eine Straße im leicht verschneiten Erzgebirge. © Jan Woitas/dpa

Die Skisaison ist in Sachsen wegen der milden Temperaturen und des vielen Regens vorerst vorbei. «Aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen musste der Skibetrieb leider überall im Erzgebirge eingestellt werden», teilte der Tourismusverband Erzgebirge auf Anfrage mit. In Sachsens größtem alpinen Skigebiet am Fichtelberg stehen demnach seit dem 19. Februar die Skilifte still, in der Skiarena Eibenstock seit dem 16. Februar.

Vor allem der Regen setzte dem verbleibenden Schnee in den letzten Wochen zu. «Dank der Beschneiungsanlagen konnten die Pisten auch wärmere Tage überstehen, die vielen Regenmengen und der teils starke Wind haben den präparierten Pisten aber stark zugesetzt», erklärte der Tourismusverband. Am Fichtelberg gebe es aktuell noch die Möglichkeit, mit dem Skibus zum benachbarten Keilberg in Tschechien zu gelangen, wo einige Pisten geöffnet sind. Vor Ort kann den Angaben zufolge nur die Piste am sogenannten Zauberteppich für Kinder und Skianfänger genutzt werden. Auch in der Skiarena Eibenstock ist nur noch das Kinderland, insbesondere für Skikurse, geöffnet.

Constantin Gläß, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Oberwiesenthal, ist mit der aktuellen Saison nicht zufrieden. «Nicht gut - das kann man so zusammenfassen», sagte er mit Blick auf die ausbleibenden Skigäste. Es sei ein kurzer Winter gewesen. Das Skigebiet am Fichtelberg konnte laut Angaben des Tourismusverbandes am 6. Dezember seine ersten Pisten für den Skibetrieb öffnen. Es kamen seither 74 Betriebstage zusammen - weit entfernt vom Optimum, wie Gläß erklärte. In guten Jahren würden 130 Tagen erreicht. Die Skiarena Eibenstock meldete 71 Betriebstage.

In Altenberg ist die Lage ähnlich. «Wir hatten im Januar eine gute Periode, wo Skialpin gut möglich war», sagte Carolin Krupp, Leiterin der Tourist-Information Altenberg. Das Langlauffahren sei jedoch auf wenige Tage beschränkt gewesen. Speziell in den Winterferien von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern habe es aber trotzdem viele Gäste gegeben. «Diejenigen, die gebucht haben, die sind trotzdem angereist, weil wir ein gutes Alternativprogramm aufstellen konnten, aber der Tagestourismus fehlte natürlich», sagte Krupp. Alternative Angebote wie Winterwanderungen wurden demnach gut angenommen, außerdem gab es viele sportliche Highlights.

Diesen Trend beobachtet auch der Tourismusverband. Dessen Angaben zufolge wären für die spontane Anreise gute Wintersportbedingungen von Vorteil gewesen. Die Unterkünfte in den Wintersportzentren Altenberg und Oberwiesenthal waren demnach aber in den Wochen der Winterferien gut gebucht. Gerade für Familien habe es hier nur noch vereinzelt freie Kapazitäten gegeben. Buchungen würden längerfristig getätigt. Stornierungen sind dem Verband nur vereinzelt bekannt.

Für Unternehmen, die sich auf den Skisport spezialisiert haben, etwa Skiverleihe und -schulen, war es jedoch keine optimale Saison, wie Krupp erklärte. Auch Manuel Püschel, Betriebsleiter am Altenberger Erlebnisberg, sagte: «Es hätte besser sein können. Der Februar fehlt uns komplett.» Allerdings habe die Saison bereits am 1. Dezember begonnen - normalerweise gehe es erst etwa zwei Wochen später los. So sei Altenberg bisher trotz des aktuell schneeunfreundlichen Wetters auf 55 Skitage gekommen, in durchschnittlichen Jahren seien es etwa 80. Ganz aufgeben will Püschel die Saison noch nicht: «Man hofft immer noch, wir sind noch mitten im Winter.»

© dpa
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