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2023 wieder mehr Schockanrufe: Schadenssumme gestiegen

Sie geben sich am Telefon als Enkel, Polizist oder Arzt aus und wollen Geld. Trotz Aufklärung haben die Betrüger Erfolg mit der Masche - meist bei älteren Menschen.
Seniorin und Telefon
Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der Schockanrufe hat in Sachsen nach einem zwischenzeitlichen Rückgang wieder zugenommen. Die Zahl der Fälle stieg im vergangenen Jahr laut Statistik des Landeskriminalamtes um gut ein Viertel. Die Zahl der sogenannten Enkeltrick-Fälle sank dagegen erneut um rund 60 Prozent.

Insgesamt wurden 1538 Schockanrufe registriert. Bei 1431 Anrufen blieb es bei einem Betrugsversuch. Der Schaden belief sich auf gut 2,2 Millionen Euro. Beim Enkeltrick wurden der Polizei zehn Fälle aktenkundig. Ein Schaden entstand nicht, weil alle Versuche scheiterten. Betroffen sich zumeist ältere Menschen, etwa 82 Prozent der Geschädigten waren zwischen 60 und 90 Jahren.

Die meisten Kriminellen täuschten einen Verkehrsunfall vor. Die Täter gaben an, dass ein naher Verwandter wie ein Enkel einen Verkehrsunfall verursacht habe, berichtete ein LKA-Sprecher. Am Telefon gaben sich die Täter als Polizist oder Staatsanwalt aus und verlangten eine Kaution zur Freilassung der verwandten Person. Fünf Mal wurde auch eine Corona-Erkrankung vorgespielt, drei Mal ein Klinikaufenthalt. Bei den drei Schockanrufen, bei denen die Anrufer Geld für einen Krankenhausaufenthalt wollten, wurden in einem Fall 12 000 Euro übergeben.

2022 hatte sich die Zahl der Schockanrufe im Vergleich zum Vorjahr um 170 und damit knapp 15 Prozent verringert. Die erzielte Schadenssumme allerdings lag mit gut 1,94 Millionen Euro um knapp 558 000 Euro über der von 2021. Die Fälle von Enkeltricks lagen schon 2022 mit 26 sehr niedrig, 2021 waren es noch 130.

Mit der Kampagne «Hör' genau hin - Telefonbetrug kann jeden treffen» macht die Polizei Sachsen nach LKA-Angaben seit Ende 2023 auf das Phänomen aufmerksam. Damit sollen vor allem ältere Menschen besser vor der Betrugsmasche geschützt und darüber informiert werden, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. Die Kampagne läuft auf Plakaten, in Bussen und Bahnen sowie Radiosendungen und Podcasts.

© dpa
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