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Landespolitiker verschenken gerne Zeit

Über geeignete Weihnachtsgeschenke zerbrechen sich auch die Politiker in der Landeshauptstadt den Kopf. Ein Geschenk ist dabei für viele ganz klar.
Landtag Rheinland-Pfalz
Journalisten, Gäste und Abgeordnete im Deutschhaus, dem Sitz des Landtags von Rheinland-Pfalz. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Viele Landespolitiker verschenken zu Weihnachten, was in ihrem Alltag zu kurz kommt: Zeit mit Familie und Freunden. Es liegen aber auch Päckchen unter den Weihnachtsbäumen - insbesondere für Kinder.

«In meiner Familie ist das größte Geschenk, Zeit füreinander zu haben. Miteinander reden, lachen, ein schönes Essen», berichtet Malu Dreyer. «Unsere Kinder leben zum Teil weit verstreut, aber an Weihnachten kommen wir alle zusammen», sagt die Ministerpräsidentin. «Besonders schön ist, dass wir Enkelkinder haben und die freuen sich natürlich neben der Zeit besonders auch über Geschenke», sagt die SPD-Politikerin. Und ergänzt: «Was das Christkind bringt, wissen wir natürlich noch gar nicht...»

Landtagspräsident Hendrik Hering formuliert es so: «Ich verschenke zu Weihnachten sehr gerne, was ich und viele andere Menschen oft am wenigsten haben, aber sich oft sehr viele viel mehr davon wünschen: Zeit. Und vor allem gemeinsame Zeit!» Das bedeutet für den SPD-Politiker konkret: «Ich lade Freunde zum Essen oder zum Besuch eines Events wie beispielsweise einer Laufveranstaltung, ins Theater oder zu einer Kurzreise ein.»

Oppositionsführer Gordon Schnieder sind «ganz viele Weihnachtstraditionen wirklich wichtig». Dazu gehört für den CDU-Politiker aus der Vulkaneifel neben dem gemeinsamen Schmücken des Weihnachtsbaumes leckeres Essen, die Christmette «und vor allem, Zeit mit meiner Familie zu verbringen». «Ich lebe in einem Mehrgenerationenhaus in meinem Heimatort Birresborn, an den Festtagen kommen dort alle zusammen», erzählt der CDU-Fraktionschef im Landtag. «Das ist sehr schön und wir genießen die Momente. In diesen turbulenten Zeiten ist das die größte Weihnachtsfreude, die man verschenken und auch bekommen kann.» Zeit mit ihr nahe stehenden Menschen steht auch bei Bildungsministerin Stefanie Hubig an Weihnachten ganz oben. «Ich persönlich freue mich am meisten über geschenkte gemeinsame Zeit, und die verschenke ich auch selbst am liebsten, vor allem in Form gemeinsamer Unternehmungen.» Dazu lege sie auch immer gerne Bücher unter den Weihnachtsbaum, erzählt die SPD-Politikerin. Denn: «Die beiden Geschenke lassen sich auch wunderbar verbinden: als Zeit zum Vorlesen.»

Auch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ist es an Weihnachten am wichtigsten, Zeit mit der Familie zu verbringen. «Gute Gespräche, ein schönes gemeinsames Essen und Zeit zur Besinnung und zum Kraft tanken stehen im Vordergrund», berichtet die FDP-Politikerin. Bei kleineren Geschenken setzt Schmitt auf qualitativ hochwertige Produkte aus Rheinland-Pfalz - sei es ein guter Wein oder handwerklich hergestellte Schokolade oder Pralinen. «Mit dem sogenannten Genusshandwerk kann man jedem eine kleine Freude im Alltag bereiten. Und es gibt eine Vielzahl hervorragender Produkte made in und aus Rheinland-Pfalz.»

Regionale Produkte verschenkt auch Innenminister Michael Ebling (SPD) am liebsten zu Weihnachten, «meistens die «in Glas verpackten»», sagt er augenzwinkernd. Sein Partei- und Kabinettskollege Clemens Hoch schenkt Freunden und Verwandten auch kleine Aufmerksamkeiten, am liebsten mit regionalem Bezug «wie schöne Zutaten für die Küche, einen schönen Wein oder einen edlen Tropfen oder eine besondere Nascherei». Für die Kinder des Gesundheits- und Wissenschaftsministers von der SPD gibt es «eine neue Spielekonsole und Ausrüstung für die sportlichen Hobbys».

Die Kinder von Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder können sich über eine Feuerwehrstation aus Legosteinen freuen. Daneben liegen vor allem Garten-Utensilien unter dem Weihnachtsbaum der Grünen Ministerin.

Der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Stephan Wefelscheid, verschenkt Karten für regionale Karnevalssitzungen. «Die Vereine leiden immer noch unter den Folgen der Coronazeit und benötigen Unterstützung», sagt der Koblenzer.

Der Fraktionschef der Freien Wähler, Joachim Streit, schenkt auch «am liebsten Zeit zu Weihnachten, da ich viel von zu Hause weg bin». Was das dieses Jahr genau ist, verrät er noch nicht. «Im letzten Jahr war es der Besuch der Abschiedstournee von Elton John.»

Justizminister Herbert Mertin (FDP) nimmt sich an Heiligabend immer Zeit, ein Gefängnis zu besuchen, um den Bediensteten für ihr «besonderes Engagement» zu danken. Diesmal ist Frankenthal an der Reihe.

Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer sammelt das ganze Jahr über Ideen für Weihnachtsgeschenke. «Ich habe beim Verschenken mindestens genauso viel Spaß wie die Beschenkten selbst», berichtet der Sozialdemokrat. «Glücklicherweise sind unsere Kinder auch sehr transparent, was ihre Wunschliste angeht. Trotzdem ist es am Ende immer eine gelungene Überraschung.»

Der Landes- und Fraktionschef der AfD, Jan Bollinger denkt beim Schenken auch an sich: «Ich verschenke gerne Dinge, die den Beschenkten und auch mir selbst gefallen würden: ein gutes Buch, etwas Leckeres aus der Heimat oder einen Gutschein für eine Unternehmung.»

© dpa ⁄ Ira Schaible, dpa
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