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Freie Wähler grenzen sich gegen Extremisten ab

Im Europawahlkampf legen die Freien Wähler Wert darauf, nicht in die rechte Ecke gerückt zu werden. Eine Abgrenzung zur AfD allein reicht ihnen nicht. Doch aus Sachsen kommt direkt Widerspruch.
Bundesparteitag Freie Wähler in Bitburg
Hubert Aiwanger (r), Bundesvorsitzender der Partei Freie Wähler und sein neuer Stellvertreter Joachim Streit stehen nach der Wahl des Stellvertreters auf dem Bundesparteitag der Freien Wähler zusammen. © Harald Tittel/dpa

Auf ihrem Bundesparteitag zur Europawahl haben sich die Freien Wähler am Samstag gegen politischen Extremismus abgegrenzt. 92 Prozent der mehr als 440 Mitglieder stimmten in Bitburg einem Antrag zu, der eine Kooperation mit der Alternative für Deutschland verbietet. Einstimmig wurde ein ergänzender Antrag angenommen, der die Zusammenarbeit mit extremen politischen Kräften im linken und rechten Spektrum ausschließen soll.

Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger erklärte, dass dies seit Jahren gelebte Praxis bei den Freien Wählern sei. Laut einer Mitteilung sagte der Wirtschaftsminister von Bayern: «Die im Antrag formulierte klare Abgrenzung gegen die AfD ist seit Jahren unsere Linie, beispielsweise nehmen wir keine ehemaligen Mitglieder von dort auf.» Der Bundesvorstand hat nach Angaben eines Parteisprechers bereits nach der Bundestagswahl 2021 einen Unvereinbarkeitsbeschluss gefasst. Nun werde die Abgrenzung in der Mitgliedschaft «auf eine breitere Basis» gestellt.

Im sächsischen Landesverband sieht man das anders. Man nehme den Beschluss des Bundesparteitags zum Kooperationsverbot mit der AfD zur Kenntnis, unterstütze ihn aber nicht, teilte der sächsische FW-Chef Thomas Weidinger am Sonntag mit. «Wir haben in Deutschland keine guten Erfahrungen mit dem Bau von Mauern gemacht. Hinter einer Brandmauer würden auch die Wähler der AfD verschwinden, die wir für die bürgerliche Mitte zurückgewinnen wollen.»

Die FW-Mitglieder waren am Samstag auch zur Beratung und Verabschiedung des Europawahlprogramms nach Bitburg gekommen. Die Freien Wähler fordern unter anderem eine gemeinsame europäische Grenzschutzeinheit, die «in der Lage sein» müsse, die gesamte EU-Außengrenze zu überwachen. Asylverfahren sollten «primär an den EU-Außengrenzen binnen Tagen» stattfinden. Antragsteller seien dazu «in menschenwürdigen Wohnsiedlungen nahe den EU-Außengrenzen» unterzubringen. Zudem spricht sich die Partei für eine «Entschlackung» des Landwirtschaftsrechts aus.

Schließlich wurde der Fraktionschef der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag, Joachim Streit, zu einem der fünf Stellvertreter des Bundesvorsitzenden Aiwanger gewählt. Streit erhielt 95 Prozent Zustimmung der stimmberechtigten Mitglieder. Bundesweit haben die Freien Wähler rund 8400 Mitglieder.

© dpa
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