Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Verkehrsbranche offen für höheren Deutschlandticket-Preis

Wird das Deutschlandticket in diesem Jahr teurer? Über die weitere Finanzierung beraten die Verkehrsminister an diesem Montag. Die Verkehrsbranche hat sich bereits positioniert.
Deutschlandticket
Ein Hinweis für das Deutschlandticket steht am Hauptbahnhof auf einem Fahrkartenautomaten. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Nahverkehrsbranche steht einer möglichen Preiserhöhung beim Deutschlandticket offen gegenüber. «Wenn Bund und Länder zur Deckelung der öffentlichen Co-Finanzierung des Tickets eine solche Preiserhöhung beschließen, dann ist das aus Sicht der Branche nachvollziehbar», sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der Deutschen Presse-Agentur.

Damit bestünde zudem die Möglichkeit, dem generell wachsenden Finanzbedarf durch Steigerungen bei Personal-, Energie- und Betriebskosten im öffentlichen Personennahverkehr gerecht zu werden, fügte der Sprecher des Verbandes hinzu. Oberstes Ziel der Branche bleibe es, so viele Menschen wie möglich von dem Ticket zu überzeugen. «Deshalb ist es wichtig, dass die öffentlichen Diskussionen über die Fortführung des Tickets enden und den Fahrgästen ein dauerhaftes und verlässliches Angebot zur Verfügung steht», so der Sprecher.

An diesem Montag beraten die Verkehrsminister in einer Online-Sonderkonferenz die weitere Finanzierung des Deutschlandtickets. Wie zuvor aus Teilnehmerkreisen verlautete, ist offen, ob es zu einer Preiserhöhung beim Deutschlandticket kommt - und wenn ja wann. Bisher gilt als Konsens, dass es zumindest bis Ende April 2024 keine Preisveränderung geben soll. Unklar ist auch, ob die Verkehrsminister an diesem Montag dazu eine Entscheidung treffen werden oder weitere Beratungen folgen sollen.

Das Deutschlandticket kostet in der Regel 49 Euro im Monat. Es wurde im Mai 2023 eingeführt, als digital buchbares, monatlich kündbares Abonnement. Es gilt in ganz Deutschland im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Die 49 Euro im Monat gelten als «Einführungspreis». Bund und Länder wollen sich nach ihren bisherigen Absprachen zum Deutschlandticket in diesem Jahr über die weitere Finanzierung verständigen, einschließlich eines Mechanismus zur Fortschreibung des Ticketpreises, der auch eine Erhöhung beinhalten könne.

Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Oliver Krischer (Grüne), nannte das Deutschlandticket ein Erfolgsmodell. «Unser Ziel muss es daher sein, das Ticket dauerhaft und nachhaltig finanziell abzusichern - im Interesse der Pendlerinnen und Pendler sowie für die Verkehrsunternehmen», sagte er im Vorfeld des Treffens. Denn sie bräuchten Klarheit und Planungssicherheit.

Mehrere Länderverkehrsminister der SPD haben bereits gegen eine Preiserhöhung in diesem Jahr positioniert. «Mecklenburg-Vorpommern wird sich für einen gleichbleibenden Preis im Jahr 2024 einsetzen, in dem noch auskömmliche Ausgleichsmittel von Bund und Ländern zur Verfügung stehen», sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD).

Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten hatten sich im November auf weitere Schritte zur Finanzierung des Deutschlandtickets verständigt. Der Bund beteiligt sich wie zuvor bereits vereinbart auch 2024 zur Hälfte an den Kosten und gibt 1,5 Milliarden Euro. Zusätzlich sollen im Jahr 2023 nicht verbrauchte Mittel für 2024 eingesetzt werden. Eine «Nachschusspflicht» durch Bund und Länder im Jahr 2024 soll es nicht geben, wie es damals im Beschluss hieß.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Filmfestival in Cannes - «The Apprentice»
Tv & kino
Trump will gegen Film über ihn vorgehen
Don Winslow
Kultur
«City in Ruins»: Don Winslow legt letztes Buch vor
Jüdisches Filmfestival Berlin-Brandenburg
Kultur
Jüdisches Filmfestival zeigt Filmreihe über Anschläge
Künstliche Intelligenz
Internet news & surftipps
KI-Gesetz der EU endgültig beschlossen
Satya Nadella
Internet news & surftipps
Wie Microsoft den PC mit KI cool machen will
Honor Magic V2 im Test: Ultradünnes Foldable der Extraklasse
Handy ratgeber & tests
Honor Magic V2 im Test: Ultradünnes Foldable der Extraklasse
Karl-Heinz Schnellinger
Fußball news
Jahrhundertspiel-Torschütze Karl-Heinz Schnellinger ist tot
Antibabypille
Gesundheit
Erbrechen und Durchfall: Schützt die Pille nun noch?