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Früheres Kraftwerk Frimmersdorf soll Digitalstandort werden

Wohin mit ausgedienten Riesen-Kraftwerken der Wirtschaftswunderzeit? Teilweise als Denkmal erhalten und neu nutzen, lautet die Antwort beim stillgelegten Kraftwerk Frimmersdorf in der Nähe des Tagebaus Garzweiler. Die Landesregierung NRW setzt dabei auf Digitales.
Pläne für Umbau des Kraftwerks Frimmersdorf
Eine Reihe von Turbinen stehen in der Turbinenhalle des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf. © Henning Kaiser/dpa

Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier: In Betriebsgebäuden des 2021 stillgelegten Braunkohle-Großkraftwerks Frimmersdorf in Grevenbroich sollen künftig IT-Behörden und Digitalfirmen unterkommen. Wesentliche Teile der Anlage würden unter Denkmalschutz gestellt, berichtete das nordrhein-westfälische Bau- und Digitalministerium am Dienstag. Bis zu 65 Millionen Euro Fördermittel aus der Strukturhilfe des Bundes sollen für den Umbau beantragt werden.

Das Kraftwerk gehörte zeitweise zu den größten der Welt. Bis zu 14 Blöcke mit einer Gesamtleistung von 2600 Megawatt erzeugten darin Strom aus der klimaschädlichen Verbrennung von Braunkohle. Der Zentralbau der Anlage besteht aus einem 52 Meter hohen, sogenannten Schwerbau, einem 550 Meter langen Maschinenhaus und einem Vorbau für Elektroanlagen. 110.000 Quadratmeter Nutzfläche sollen entstehen. Zum Vergleich: Der Düsseldorfer Landtag verfügt über eine Nutzfläche von knapp 23.000 Quadratmetern.

Das Land, der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Grevenbroich und der Energiekonzern RWE stellten am Dienstag Einzelheiten der künftigen Nutzung des 70 Hektar großen Geländes vor. Demnach ist in den Gebäuden unter anderem ein Rechenzentrum für den Landesbetrieb IT.NRW und ein Innovations- und Bildungscampus für IT-Sicherheit der öffentlichen Verwaltung geplant. Die Maschinenhalle biete außerdem Raum für Büronutzung, Labore sowie Besprechungs- und Seminarräume, so das Ministerium. «Die Nutzung des vorhandenen Bauwerks vermeidet erhebliche CO2-Emissionen, die beim Bau neuer Gebäude, zum Beispiel für Rechenzentren entstehen würden», hieß es weiter.

«Die Pläne zeigen, dass die Nachnutzung des Kraftwerks Frimmersdorf wirtschaftlich ist und weitere IT-Infrastruktur und Gewerbe Platz finden kann - nirgendwo in Nordrhein-Westfalen finden sich vergleichbare Bedingungen für IT-Infrastrukturen», betonte Bau- und Digitalministerin Ina Scharrenbach (CDU). Geprüft wird auch die Einrichtung eines Denkmalpfades, der den Weg von der Kohle zum Strom «erlebbar» machen soll.

Vorbereitung und Suche nach einem Investor für die Herrichtung des zentralen Kraftwerksbaus soll den Angaben zufolge Ende 2024 starten. Der Abbruch von Gebäuden und Anlagen, die Entkernung des zentralen Kraftwerkbaus und seine denkmalgerechte Sanierung werde vier bis fünf Jahre dauern.

© dpa
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