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Schwimmendes LNG-Terminal legt in Stade an: Protest

Ein neues Terminal für Flüssigerdgas ist in Stade eingelaufen. Die LNG-Terminals sollen die Gasversorgung ohne Lieferungen aus Russland sichern. Doch gab es während der Anfahrt auch Protest.
Anleger am Stader LNG-Terminal
Blick auf den Anleger für verflüssigte Gase. © Georg Wendt/dpa/Archivbild

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei ist ein neues, schwimmendes Terminal für Flüssigerdgas (LNG) in Stade eingelaufen. Das knapp 300 Meter lange LNG-Terminal «Energos Force» erreichte am Freitag um kurz nach Mitternacht die Elbmündung und ging schließlich im Stader Industriehafen vor Anker, teilte der Landkreis Stade mit. Landrat Kai Seefried sprach von einem «wichtigen Meilenstein zur Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Gaspreise in Deutschland und Europa».

Während der Anfahrt kam es zu einer Protestaktion. Auf Höhe des Krückau-Sperrwerks (Schleswig-Holstein) fuhren zwei motorisierte Schlauchboote mit Plakaten auf der Elbe. Wie die Polizei mitteilte, wollten die vier Insassen offenbar ihren Protest gegen das LNG-Terminal kundtun. «Fossil fuels must fall!», stand auf einem der Banner, die auf einem auf der Plattform X geteilten Video zu sehen waren. Die Beteiligten wurden wenig später im Hafen von Kollmar (Kreis Steinburg) von der Polizei aufgegriffen.

Gas für bis zu fünf Millionen Haushalte pro Jahr

Zunächst geht die 294 Meter lange und 47 Meter breite «Energos Force» nun in einen mehrwöchigen Testbetrieb. Nach Angaben des Betreibers Deutsche Energy Terminal (DET) soll das neue Terminal an der Elbe anschließend rechnerisch bis zu fünf Millionen Haushalte pro Jahr mit Gas versorgen - bis zu fünf Milliarden Kubikmeter Gas sollen jährlich ins deutsche Gasnetz eingespeist werden. Früheren Angaben des landeseigenen Hafenbetreibers Niedersachsen Ports zufolge werden somit künftig jedes Jahr rund 50 LNG-Tanker in Stade abgefertigt.

Das Stader Terminal ist das dritte von vier Spezialschiffen, die von der Bundesregierung zur Abfertigung von LNG-Tankern im Bereich der Nordsee gechartert wurden. Neben Stade soll in den kommenden Monaten ein zweites Terminal in Wilhelmshaven in Betrieb gehen, wie ein Sprecher der DET sagte. Dort ist seit einem Jahr ein schwimmendes LNG-Terminal in Betrieb, ebenso in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. Im Bereich der Ostsee läuft ein Terminal in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern), ein weiteres ist in Mukran auf der Insel Rügen im Probebetrieb.

Landbasiertes Terminal in Stade in Planung

Der Anleger für die «Energos Force» war im vergangenen Dezember nach knapp elf Monaten Bauzeit an die Nutzer Deutsche Energy Terminal und Hanseatic Energy Hub übergeben worden. Er gilt laut Landkreis als das größte wasserseitige Bauprojekt in Deutschlands Häfen. 300 Millionen Euro wurden in die Anlage investiert. Zusätzlich zum schwimmenden LNG-Terminal ist seit 2019 der Bau eines landbasierten Terminals in Stade geplant. Es soll im Jahr 2027 fertiggestellt werden und jährlich mehr als 13 Milliarden Kubikmeter Gas umschlagen.

Der Aufbau der neuen Flüssiggas-Infrastruktur war eine Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022. Flüssiggas-Importe sollen dazu beitragen, die Versorgungslücke zu schließen, die durch das Ausbleiben russischer Gaslieferungen entstanden war.

Die «Energos Force» war zuvor unter dem Namen «Transgas Force» bekannt. Energos hatte das Schiff im Januar der Reederei Dynagas abgekauft und dann umbenannt.

© dpa
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