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Pro Bahn: Auf Hansenetz sollen mehr Züge fahren

Seit Monaten kommt es auf den Strecken des Bahnbetreibers Metronom zu Schwierigkeiten. Jetzt will das Land Niedersachsen die Strecken neu ausschreiben. Dazu hat Pro Bahn klare Forderungen.
Metronom Eisenbahngesellschaft
Ein Zug der Metronom Eisenbahngesellschaft steht im Hauptbahnhof von Hannover. © Moritz Frankenberg/dpa

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat angesichts der vorgezogenen Neuausschreibung des sogenannten Hansenetzes zwischen Bremen, Hamburg, Hannover und Göttingen ein besseres Angebot und mehr Pünktlichkeit gefordert. Dazu müssten das Land Niedersachsen und die Landesnahverkehrsgesellschaft das Konzept überarbeiten, um vor allem Pendlern auf den Metronom-Linien ein attraktiveres Angebot machen zu können, teilte Pro Bahn am Sonntag mit. Das Land Niedersachsen will früheren Angaben zufolge wegen anhaltender Probleme beim Betreiber Metronom über eine vorzeitige Beendigung des Verkehrsvertrages für das Hansenetz verhandeln.

Laut Verkehrsministerium in Hannover soll bis Ende Februar ein entsprechender Vertrag erarbeitet werden. Ziel sei es, den bestehenden Vertrag zum Juni 2026 aufzuheben, die Strecken neu auszuschreiben und einem anderen Betreiber zu übergeben. Betroffen sind die wichtigen Strecken Hamburg-Bremen, Hamburg-Lüneburg-Uelzen, Uelzen-Celle-Hannover und Hannover-Northeim-Göttingen. Die Bahngesellschaft Metronom, die die Strecken im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft bedient, konnte den Verkehr zuletzt wegen Personalmangels nur eingeschränkt sicherstellen.

Das Netz soll nach früheren Angaben des Ministeriums bei der Neuvergabe geteilt werden, sodass es mehrere Anbieter geben könnte. Metronom betreibt die Strecken des heutigen Hansenetzes seit Ende 2011. Der aktuelle Vertrag würde regulär noch bis Dezember 2033 laufen. Laut Ministerium nutzen täglich rund 80 000 Menschen die Züge.

Pro Bahn forderte, die Durchbindung des Nahverkehrs auf der Schiene im Hamburger Hauptbahnhof von und nach Schleswig-Holstein bei der Ausschreibung optional zu berücksichtigen. Mit der vorgezogenen Ausschreibung gebe es die Möglichkeit, ein wesentlich besseres Angebot zu etablieren, sagte Stefan Barkleit, der Vorsitzende des Pro-Bahn-Landesverbands Schleswig-Holstein/Hamburg. Dazu gehöre ein ganztägiger Halbstundentakt auf den Regionalbahn-Verbindungen von Hamburg nach Lüneburg und Tostedt. Auch die Regionalexpress-Linie Hamburg-Hannover solle «endlich im 60-Minuten-Takt ohne Umstieg in Uelzen angeboten werden».

Auch zwischen Hannover und Göttingen müssten deutlich mehr Züge fahren, um das Leinetal zufriedenstellend anzubinden, forderte Malte Diehl, der Pro-Bahn-Landeschef in Niedersachsen und Bremen. «Das gilt auch für den Nahverkehr zwischen Rotenburg und Bremen.» Auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit auf dem Hansenetz müssen laut Pro Bahn trotz der hohen Auslastung der Strecken Bremen-Hamburg und Hamburg-Hannover deutlich besser werden.

Barkleit forderte auch einen besseren Fahrkomfort. Alle Züge müssten mehrere funktionierende Toiletten haben und dürften äußerlich nicht völlig verdreckt sein. An den Knotenpunkten sollten mehr mit Triebfahrzeugführern und Zugbegleitern besetzte Reservezüge stationiert werden. Außerdem seien die derzeit eingesetzten lokbespannten Doppelstockzüge schwerfällig, mahnte Pro Bahn - und sprach sich dafür aus, Triebwagen zu beschaffen. Damit verkürzten sich die Fahrzeiten.

© dpa
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