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Polizei zieht gemischte Bilanz nach Demos in Göttingen

Nach einer Querdenker-Demonstration sowie Gegendemonstrationen in Göttingen zieht die Polizei ein gemischtes Fazit. Zwar hätten sich die meisten Menschen am Samstag an die Regeln gehalten, doch es seien auch 21 Einsatzkräfte verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit. «Diese Zahl macht mich wirklich fassungslos, denn die Kolleginnen und Kollegen haben wieder einmal sprichwörtlich ihren Kopf für den Schutz des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit hingehalten», sagte Einsatzleiter Rainer Nolte.
Demonstration gegen Querdenker
Einsatzkräfte der Polizei stehen bei einer Demonstration des "Göttinger Bündnisses gegen Rechts". © Swen Pförtner/dpa

Die Polizei leitete den Angaben nach etwa 60 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. Vier Verdächtige seien vorläufig festgenommen worden.

Größtenteils sei das Einsatzkonzept aber aufgegangen, sagte Nolte. Es sei gelungen, das Versammlungsrecht durchzusetzen. Der Großteil der Gegendemonstranten und Gegendemonstrantinnen habe sich friedlich verhalten. «Selbst kurzfristige, symbolische Blockaden, die nach Aufforderung durch die Polizei freiwillig beendet wurden, sind aus meiner Sicht als Zeichen der konträren Meinung zulässig.»

Einige Hundert Menschen hätten sich nicht so friedlich verhalten. Es seien unter anderem Mülltonnen und andere Gegenstände in Brand gesetzt oder Nebeltöpfe gezündet worden. Zudem seien vor dem Beginn der Demonstrationen Lager mit Steinen zum Werfen, Weihnachtsbäumen und Baumaterialien geräumt worden. In Einzelfällen hätten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt werden müssen. Die verletzten Polizisten und Polizistinnen erlitten den Angaben nach Atemwegsreizungen, Prellungen und Schürfwunden.

Bei der Versammlung der sogenannten Querdenker, die unter dem Titel «Versammlungsfreiheit statt Extremismus» stand, zählte die Polizei rund 460 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bei Gegenkundgebungen, die unter anderem vom Bündnis gegen Rechts angemeldet worden waren, kamen nach vorläufigen Schätzungen der Beamten 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen.

© dpa
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