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Grundwasserlage in Niedersachsen ist flächendeckend gut

Es hat viel geregnet in den vergangenen Monaten, für manche Flüsse auch teilweise zu viel. Was bedeutet das für die in den vergangenen Jahren durch die Dürre gebeutelten Grundwasserspiegel?
Wasserversorger
Ein Mitarbeiter geht im Wasserwerk an den Becken der Wasseraufbereitungsanlage vorbei. © Arne Dedert/dpa

Die Grundwasserlage in Niedersachsen ist Experten zufolge flächendeckend gut. Die Grundwassermessstellen zeigten zuletzt bis auf wenige Ausnahmen mindestens einen normalen Füllungsgrad an, wie der zuständige Landesbetrieb berichtet. An über einem Dutzend waren demnach sogar Höchstwerte überschritten. Im Februar sei die Lage überdurchschnittlich gut gewesen, sagte eine Sprecherin.

Grund für die vollen Speicher sind die vielen Niederschläge der vergangenen Monate, wie die Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sagte. Zur Erinnerung: Über Weihnachten und um den Jahreswechsel gab es in Niedersachsen so viel Regen, dass es in vielen Regionen zu starken Hochwassern kam. In den vergangenen Jahren waren die Grundwasserspiegel aufgrund von Dürre oft sehr niedrig. Ein Großteil des niedersächsischen Trinkwassers wird aus dem Grundwasser gewonnen.

Gut gefüllte Grundwasserspiegel im Winter sind wichtig, da sich die Speicher über den Sommer für gewöhnlich leeren. Dann fällt typischerweise weniger Regen, als die Grundwasserspeicher Wasser an Flüsse abgeben, erklärte die Sprecherin. Durch die Grundwasserneubildung im Winter werden die Jahreshöchstwerte demnach meist zwischen Februar und April erreicht.

Die aktuellen Grundwasserspiegel ließen zwar auf eine günstige Entwicklung der Wasserreserven in diesem Jahr schließen, sagte die Sprecherin. Eine konkrete Aussage zur Trinkwasserversorgung lasse sich daraus aber nicht ableiten. Dafür sei eine detaillierte Untersuchung, die über die reinen Grundwasserstände hinaus geht, notwendig. Zudem bestehe auch etwa die Gefahr einer Dürre, durch die die Wasserspeicher schnell wieder an Wasser verlieren würden.

Ende Februar hatte das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung bereits mitgeteilt, dass sich deutschlandweit die extreme Dürre der vergangenen Jahre aufgelöst habe. Das Forschungszentrum definiert Dürre ähnlich wie der NLWKN - statt auf die Grundwasserstände schaut die Einrichtung allerdings auf die Bodenfeuchte in verschiedenen Tiefen, die unter anderem für Pflanzen wichtig ist.

© dpa
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