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Dortmunds Can wünscht Ende der Fan-Proteste

Spieler und Club-Verantwortliche reagieren zunehmend gereizt auf Proteste der Fans und die dadurch provozierten Spielunterbrechungen. Emre Can und Sebastian Kehl haben eine klare Meinung.
Emre Can
Dortmunds Emre Can (r) und Michael Gregoritsch, österreichischer Fußballspieler von Freiburg, kämpfen um den Ball. © Bernd Thissen/dpa

Borussia Dortmunds Kapitän Emre Can wünscht sich ein Ende der Fan-Proteste in den deutschen Fußball-Stadien. «Ohne die Fans wäre Fußball nicht das, was es ist, das weiß jeder. Aber wenn ich meine Meinung sagen darf, dann finde ich, dass es irgendwann mal gut ist. Wir leiden extrem darunter, verlieren unseren Rhythmus. Deswegen hoffe ich, dass es bald ein Ende hat», sagte der Nationalspieler am Samstag nach dem 1:1 in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg bei Sky.

Das Duell des VfL Wolfsburg mit Borussia Dortmund war zeitweise unterbrochen, weil Fans aus Protest gegen den Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) Tennisbälle auf den Rasen geworfen hatten. Die DFL will für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen von einem Finanzinvestor eine Milliarde Euro kassieren. Bei der Abstimmung der 36 Proficlubs über den Deal war die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit nur knapp zustande gekommen. In der Diskussion ist seitdem das Abstimmungsverhalten von Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind, der von seinem Club angewiesen war, gegen den Einstieg zu stimmen. Unklar ist, ob er indes möglicherweise mit seiner Stimme für die nötige Mehrheit gesorgt hat.

Als auf Dauer «für alle Beteiligten nicht gewinnbringend», bezeichnete Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl die anhaltenden Proteste. Ängste und Sorgen müsse man ernst nehmen, man lebe in einer Demokratie. «Wir müssen nur irgendwann wieder an einen Punkt kommen, an dem wir in den Dialog gehen und das Problem lösen. Denn ich weiß nicht, wie das in dieser Form weitergehen soll. Es macht vielen Zuschauern im Stadion keinen Spaß, den Spielern auch nicht - und das Spiel leidet auch noch darunter», sagte Kehl.

© dpa
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