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Chemie-Gewerkschaft fordert 6 bis 7 Prozent mehr Lohn

Mitte April beginnen die Chemie-Tarifverhandlungen für mehr als 580.000 Beschäftigte. Es geht der Gewerkschaft nicht nur um mehr Geld. Die Reaktion der Arbeitgeber folgt prompt.
Gewerkschaft IG BCE
Ein Streikender hält eine Fahne der Gewerkschaft IG BCE in der Hand. © Michael Bahlo/dpa/Symbolbild

Die Gewerkschaft IG BCE will mit der Forderung nach sechs bis sieben Prozent mehr Geld in die bevorstehende Chemie-Tarifrunde ziehen. Diese Empfehlung beschloss die Spitze der Gewerkschaft, wie sie am Dienstag in Hannover mitteilte. Die Bundestarifkommission der Chemie-Gewerkschaft muss den Vorschlag im April nach Beratungen an der Basis noch absegnen. Das gilt in der Regel als Formsache. Die Verhandlungen sollen dann Mitte April starten.

«Dies ist eine Forderungsempfehlung mit Maß und Mitte», sagte IG-BCE-Tarifvorstand und Chemie-Verhandlungsführer Oliver Heinrich. «Sie überfordert auf Unternehmensseite niemanden - aber hilft auf Belegschaftsseite vielen.» Die rund 585.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branche müssten durch eine nachhaltige Erhöhung der Entgelte von den Folgen der Inflation entlastet werden.

Der Arbeitgeberverband BAVC wies die Forderung umgehend als überhöht zurück. «Die Forderungen der IG BCE für die kommende Tarifrunde sind weder krisengerecht noch finanzierbar», sagte Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller. Produktion und Umsatz der Branche seien zuletzt deutlich gesunken, und auch in diesem Jahr sei kein Wachstum in Sicht. «2024 steuert die Chemie auf eine Krisen-Tarifrunde zu», sagte Stiller. «Wo keine Zuwächse sind, können wir auch keine verteilen.»

Neben Lohnforderungen will die Gewerkschaft Vorteile für Ihre Mitglieder im Tarifvertrag festschreiben. Denkbar seien etwa ein besserer Kündigungsschutz für Gewerkschaftsmitglieder oder höhere Zuschüsse zu Kranken- oder Kurzarbeitergeld, hieß es. Dadurch will die Gewerkschaft die Mitgliedschaft attraktiver machen.

Der Arbeitgeberverband lehnte auch diese Forderung ab. «Differenzierung auf Basis der Gewerkschaftszugehörigkeit spaltet die Belegschaften und findet keine Akzeptanz auf Arbeitgeberseite», sagte Hauptgeschäftsführer Stiller.

© dpa
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