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Verband: Mehr Menschen in MV arm

Als arm gilt nach dem jüngsten Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, wer als Single weniger als 1186 Euro zur Verfügung hat oder als Paar mit zwei Kindern weniger als 2490 Euro.
Pressekonferenz «Armut in der Inflation»
Der Bericht zur Armutsentwicklung liegt am Rande der Bundespressekonferenz unter dem Motto «Armut in der Inflation» des Paritätischen Gesamtverbandes auf einem Tisch. © Fabian Sommer/dpa

Die Zahl armer Menschen hat laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Mecklenburg-Vorpommern zugenommen. Im Jahr 2022 waren 18,8 Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen, das heißt, sie verfügten über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Im Jahr davor seien es 18,3 Prozent gewesen. Der Bundesdurchschnitt lag demnach 2022 bei 16,8 Prozent.

Der Paritätische Gesamtverband legte am Dienstag in Berlin seinen aktuellen Armutsbericht hervor. Darin heißt es, würde das mittlere Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern als Vergleichswert herangezogen, wären nur 14,3 Prozent der Menschen im Nordosten arm. Die Richtschnur für den Bericht sei jedoch die grundgesetzlich verankerte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland. Deshalb orientiere man sich am Bundesmedian. Die Armutsschwelle für einen Single lag 2022 demnach bei 1186 Euro, für ein Paar mit zwei Kindern bei 2490 Euro.

Besonders von Armut betroffen sind laut dem Verband Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Menschen mit schlechten Bildungsabschlüssen oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit sowie Ältere. Der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Dieter Eichler, sagte: «Die Situation vieler Menschen ist aufgrund der hohen Preise äußerst angespannt.» Altersarmut sei ein großes Problem. Zu den insgesamt hohen Lebenshaltungskosten kämen im Alter oft noch Pflegekosten hinzu.

Innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns war die Armutsquote dem Verband zufolge in Vorpommern 2022 mit 21,3 Prozent am höchsten. An der Mecklenburgischen Seenplatte lag sie demnach bei 19,7 Prozent, in Westmecklenburg bei 16,1 Prozent.

© dpa
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