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Streit um Regenbogencamp Prerow geht weiter

Der am Meer gelegene Campingsplatz in Prerow gehört wohl zu den idyllischsten in MV. Umso heftiger wird gestritten. Eigentümer, Gemeinde und Pächter beharken sich. Die Sache liegt beim Gericht.
Räumungsklage gegen Regenbogencamp Prerow
Wohnwagen stehen auf dem teilweise unter Wasser stehenden Campingplatz auf Fischland-Darß-Zingst. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Die landeseigene Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern hat ihre Räumungsklage gegen den bisherigen Betreiber des Regenbogen-Campingplatzes in Prerow verteidigt. Die Stiftung habe im Interesse aller Beteiligten bis zuletzt versucht, die Saison 2024 durch einen geordneten Betrieb abzusichern, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Bjørn Schwake, am Mittwoch. Dazu habe man dem Betreiber Regenbogen AG vorgeschlagen, die Nutzung bis zum 31. Dezember 2024 fortzusetzen.

Die Voraussetzung dafür sei aber gewesen, dass die Regenbogen AG die der Stiftung gehörenden Flächen zum 01. Januar 2025 geordnet übergebe. «Dies wurde von der Regenbogen AG allerdings abgelehnt», betonte Schwake. Damit sei der Stiftung nur der Weg der Räumungsklage geblieben, um wieder in Besitz ihrer Flächen zu gelangen. «Bis zur Entscheidung des Gerichts über die Räumungsklage sind uns die Hände gebunden.»

Seit 2022 ist die Stiftung Eigentümerin eines Großteils des Camping-Dünengeländes im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, das vormals in Bundesbesitz war. Vor wenigen Tage hatte die betroffene Gemeinde Born a. Darß harsche Kritik an der Landesregierung geübt. In «beispielloser Gleichgültigkeit» würden die Existenzen der Kleinunternehmer auf dem Campingplatz gefährdet, den Angestellten der bisherigen Betreiberin werde keine Beachtung geschenkt und der Gemeinde Born a. Darß finanzielle Ausfälle zugemutet, die nicht ansatzweise kompensiert werden könnten, hieß es in einem Schreiben des Bürgermeisters. Die Stiftung wies diese Darstellung zurück.

Die Regenbogen AG hatte der am 2. Februar beim Landgericht Rostock eingereichten Räumungsklage widersprochen. Diese sei eingereicht worden, während die «konstruktiven Gespräche» mit Vertretern des Landes Mecklenburg-Vorpommern andauerten. «Das ist eine bedauerliche Vergiftung der Atmosphäre», sagte Regenbogen-Vorstand Patrick Voßhall kürzlich. Er warnte vor einem unhaltbaren Zustand, wenn die Regenbogen AG durch einen Gerichtsbeschluss tatsächlich gezwungen wäre, die bisher von der Stiftung gepachtete Fläche aufzugeben.

Zu Wort meldete sich am Mittwoch auch der neue Pächter, die Camper's Friend GmbH. Das Unternehmen stehe nach wie vor bereit, um den Betrieb des Campingplatzes Prerow zu übernehmen. «Wir freuen uns weiterhin, mit Prerow den zweiten Platz in Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen und dann unsere Ideen umsetzen zu können», sagte Jens Köhler von der Camper's Friend GmbH.

© dpa
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