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Land will mehr Nutzen aus erneuerbaren Energien ziehen

Die Energiewende stößt vielerorts noch auf Skepsis. Mit Aktionen wie dem «Energie-Tag» Ende April und mehr Aufklärung soll die Akzeptanz für Ökostrom-Projekte auch in MV erhöht werden.
Solaranlagen am Balkon
Solarmodule für ein sogenanntes Balkonkraftwerk hängen an einem Balkon in der Altstadt Schwerins. © Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommern ist nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) das Land der erneuerbaren Energien und will in Zukunft noch mehr Nutzen daraus ziehen. Bis 2035 solle rechnerisch der gesamte Energiebedarf des Landes inklusive Wärmeversorgung und Mobilität aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. «Das kann aber nur funktionieren, wenn wir die Menschen bei uns im Land mitnehmen», betonte Meyer am Dienstag in Schwerin bei der Vorstellung des Programms für den «Energie-Tag MV» am 27. April.

Mit landesweit mehr als 60 Aktionen, vielerorts kombiniert mit Familienfesten, werde es bei der nunmehr neunten Auflage mehr Angebote geben als jemals zuvor. So werde über Balkonkraftwerke ebenso informiert, wie über neue Windparkprojekte an Land und auf See oder über den Einsatz von Elektrobussen im Nahverkehr.

Der Chef der Schweriner Stadtwerke, Josef Wolf, kündigte an, die etwa 100-jährige Geschichte der Fernwärmeversorgung in der Landeshauptstadt in den Mittelpunkt des «Energie-Tags» zu stellen. Bei der Nutzung von Erdwärme gehöre die Stadt heute mit zu den Vorreitern. Bis 2030 solle etwa ein Drittel des Wärmebedarfs aus dieser regenerativen Quelle gedeckt werden können.

Nach Einschätzung Meyers gibt es zur angestrebten Energiewende in der Bevölkerung noch viele Fragen und der bundesweite «Energie-Tag» biete eine gute Gelegenheit, Antworten zu geben und weiter aufzuklären. «Die Akzeptanz von Windrädern und Solaranlagen hat einen klaren materiellen Hintergrund: Was habe ich konkret davon?», stellte der Minister fest. Während in Ländern wie Schleswig-Holstein die Erträge von Windparks in den Regionen geblieben seien, seien sie in Mecklenburg-Vorpommern zumeist an auswärtige Investoren gegangen. Das habe - wie auch die höheren Strompreise - maßgeblich dazu beigetragen, dass Windräder vielerorts auf Ablehnung stießen.

Meyer kündigte Änderungen am Bürgerbeteiligungsgesetz des Landes an, das Windpark-Betreiber seit 2016 verpflichtet, betroffenen Kommunen und deren Einwohnern Anteile anzubieten. Das Gesetz hatte allerdings nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Nun werde nach Möglichkeiten gesucht, den Bürger auch kurzfristige Vorteile zu bieten. Dazu gebe es auch Gespräche mit Stromversorgern, um in betroffenen Regionen etwa die Stromtarife zu senken.

© dpa
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