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Von zwei Autos angefahren: dreijähriges Kind stirbt

Ein Kleinkind läuft auf die Straße und wird von zwei Autos angefahren. Noch am Unfallort stirbt es. Wie es dazu kommen konnte, soll ein Sachverständiger klären.
Notarzt
Ein Notarztwagen fährt mit Blaulicht zu einem Einsatz. © Robert Michael/dpa

Ein dreijähriges Kind ist in Südhessen von zwei Autos angefahren und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, starb es am Mittwochabend nahe Lampertheim noch an der Unfallstelle.

Laut Mitteilung war das Kind auf eine Landstraße gelaufen. Dort wurde es zunächst von dem Auto einer 59-Jährigen angefahren und durch den Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Dann erfasste auch das Auto einer 27-jährigen Fahrerin das Kind. Wie das Kind auf die Straße gelangte und es zu dem Unfall kam, soll ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Sachverständiger klären.

Kind lebte mit Mutter und Geschwistern in Unterkunft für Geflüchtete

Auf dem Anwesen, von dem das Kind auf die Straße gelaufen sein soll, befindet sich eine Unterkunft für Geflüchtete, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen sagte. Das Kind stammte demnach aus dieser Unterkunft. Laut Mitteilung der Stadt hatte es dort mit seiner Mutter und den beiden Geschwistern gewohnt. In der Einrichtung lebten die Menschen im Haupthaus der ehemaligen hessischen Forstschule sowie in zwei benachbarten Wohncontainern. Es sei dort Platz für rund 100 Menschen.

Der Rettungsdienst hatte die Beteiligten an der Unfallstelle versorgt. Der Abschnitt der Landstraße zwischen Lampertheim-Neuschloß und Hüttenfeld sei für dreieinhalb Stunden voll gesperrt worden.

Notfallseelsorger im Einsatz

Neben Ärzten und Polizeibeamten war auch ein Kriseninterventionsteam am Unfallort. Die Notfallseelsorger leisten in den ersten Stunden nach einem solchen Unglück - analog zum Notfallarzt - Erste Hilfe. «Es geht darum, die psychologische Grundstabilität wieder herzustellen», sagte Susanne Fitz von der Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg. Viele Betroffene stünden unter Schock, andere hätten Redebedarf. «Was die einzelne Person braucht, ist sehr individuell», erklärte Fitz.

Wichtig sei jedoch, den Beteiligten in solch tragischen Momenten keine positive Zukunft zu versprechen. «Die Situation muss erst mal angenommen werden», sagte Fitz. Dazu zähle auch, die veränderte Realität auszuhalten.

Was man bei Autounfällen beachten sollte

Ein Unfall mit Personenschaden ist eine Ausnahmesituation für jeden Fahrer, sagte ein Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen. Wie bei jedem Autounfall gelte aber auch in tragischen Fällen wie diesen: Unfallstelle absichern und die Polizei informieren. Dadurch könnte man schnellstmöglich Hilfe anfordern und weitere Negativfolgen vermeiden.

Zudem soll Erste Hilfe geleistet werden, bis Ärzte eintreffen. Falls nötig könne man sich auch Unterstützung von Dritten holen, erklärte der Sprecher.

© dpa
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