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ÖPNV-Warnstreik startet: Weiterhin Einschränkungen

Weiterhin brauchen Pendlerinnen und Pendler in Hessen starke Nerven. Der GDL-Streik endet, doch ein Warnstreik im Nahverkehr in vier hessischen Städten folgt.
Vor dem VGF-Warnstreik in Frankfurt am Main
Eine Straßenbahn der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) überquert den Main auf der Ignatz-Bubis-Brücke. © Arne Dedert/dpa

Ein Streik folgt auf den nächsten: Nach dem Ende des erneuten Lokführer-Streiks bei der Deutschen Bahn am Mittwoch (2.00 Uhr) folgt in vier hessischen Städten ein Ausstand im öffentlichen Nahverkehr. In Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Gießen rief die Gewerkschaft Verdi zu einem dreitägigen Ausstand auf. Der Warnstreik soll mit der Frühschicht am Mittwoch starten und bis zum Ende der Spätschicht in der Nacht von Freitag auf Samstag andauern.

Nach dem Ende des erneuten Streiks der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) sind im Bahnverkehr Anlaufschwierigkeiten wahrscheinlich. So hatte eine Bahnsprecherin am Dienstag angekündigt, dass es nach Ende des Ausstands noch zu einzelnen Verspätungen und Ausfällen kommen könne. Fahrgästen werde empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die jeweiligen Verbindungen zu informieren.

In Frankfurt sollen für die Dauer des ÖPNV-Warnstreiks keine U-Bahnen und Straßenbahnen fahren, wie die Verkehrsgesellschaft Traffiq mitteilte. Der Busverkehr soll in Frankfurt dagegen nicht betroffen sein. Dadurch sei mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechnen. In Kassel seien während des Streiks gravierende Einschränkungen bei Bussen und Bahnen zu erwarten, sagte eine Sprecherin der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG).

In Wiesbaden ist weitgehend mit einem Stillstand im Busverkehr zu rechnen, nur einzelne Linien von Partnerunternehmen dürften fahren, wie das Busunternehmen ESWE Verkehr mitteilte. In Gießen sollen die Busse während des Ausstands nach Samstagsfahrplan unterwegs sein, wie die örtlichen Stadtwerke verkündeten.

In Hessen geht es in den Tarifverhandlungen den Angaben zufolge hauptsächlich um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, beispielsweise durch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, mehr Urlaubstage sowie zusätzliche Entlastungstage für Schicht- und Nachtarbeit. Verdi verhandelt derzeit in mehreren Bundesländern über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Zuletzt hatte es am 1. und 2. März einen zweitägigen Warnstreik im kommunalen ÖPNV in Hessen gegeben.

© dpa
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