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«Nicht das Ende des Wegs»: Kirchen werben für Zuversicht

Krisen und Krieg in der Welt: Zu Karfreitag rufen die katholischen und evangelischen Kirchenverbände in Hessen zu Hoffnung und Zuversicht auf.
Karwoche in Kelkheim
Eine Steinkreuz mit Jesusfigur wird von einem Licht angeleuchtet. Am Karfreitag gedenken Christen an das Leid und das Sterbens Jesu Christi am Kreuz. © Sebastian Gollnow/dpa

Zu Karfreitag werben die geistlichen Oberhäupter der katholischen und evangelischen Kirchen in Hessen trotz vieler gegenwärtiger Krisen für Zuversicht.

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber sprach in seiner Predigt zu Karfreitag den Anschlag auf eine Konzerthalle bei Moskau an. Er betonte in diesem Zusammenhang die «unbedingte und universelle Würde» jedes Menschen, die trotz Solidarität mit den Opfern auch für die Täter gelte. «Im Leiden, in der Passion und im Tod Jesu begegnen wir Gott, der den Menschen aushält und annimmt in letzter Konsequenz», sagte Gerber. Politische Machthaber dürften «solch grausame Taten» nicht für ihre eigenen Ziele nutzen. Stattdessen bestehe die Stärke eines Staates darin, Täter so zu bestrafen, dass ihre Würde gewahrt bleibe.

Angesichts «grauenhafter Bilder der Verzweiflung und Zerstörung in der Ukraine, in Gaza, in Israel», erinnerte Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, an den Tod Christi am Kreuz: «Christus läuft nicht weg, er bleibt, harrt aus, teilt Leid und Schmerz, geht mit in den Tod. Und das ist nicht das Ende des Weges.» Dieses «Zeichen der Hoffnung» sei die Botschaft von Karfreitag, auch mit Blick auf persönliche Krisen und Lebenserfahrungen, wie etwa von Menschen, «die von sexualisierter Gewalt betroffen sind».

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf formulierte in seiner Karfreitagsliturgie einen nachdrücklichen Appell für mehr Menschlichkeit. «Die Würde des Menschen zeigt sich darin, dass sie den anderen nicht zur Nummer werden lässt, sondern in ihm einen Bruder oder eine Schwester sieht», sagte Kohlgraf im Dom in Mainz. «Daher werden menschenverachtende Diktaturen am Ende nie das letzte Wort haben, wie auch Gewalt und Tod nicht.» Das Bistum Mainz erstreckt sich auch auf hessisches Gebiet.

Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, verwies auf die Zuversicht, die mit dem Sterben und der Auferstehung Christi einhergehe. «Angesichts der zahlreichen Kriege und Krisen an vielen Orten auf der Welt bekommt diese Botschaft besondere Bedeutung», betonte er.

An Karfreitag gedenken Christen Jesus Christus, der der Bibelgeschichte nach an diesem Tag auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems gekreuzigt wurde. Das Wort leitet sich vom althochdeutschen Wort «kara» für Klage oder Trauer ab.

© dpa
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