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Knapp 70.000 Menschen gehen gegen rechts auf die Straße

Ein deutliches Zeichen gegen rechts: Zehntausende haben in Hessen gegen Rassismus, Faschismus und die AfD protestiert. Zu etlichen Kundgebungen kamen mehr als erwartet.
Demo gegen Rechtsextremismus
Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus und halten Schilder mit der Aufschrift «Gegen Rechts» und «Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun» hoch. © Valentin Gensch/dpa

Knapp 70.000 Menschen sind am Wochenende in Hessen auf die Straßen gegangen, um sich für die Demokratie und gegen rechts stark zu machen. Die größte Kundgebung im Land gegen Rechtsextremismus und gegen die AfD gab es am Samstag in Frankfurt, an der laut Polizeiangaben vom Sonntag rund 40.000 Menschen teilnahmen. Schon vor Beginn der Veranstaltung war der Römer voller Menschen, die Transparente mit Aufschriften wie «Alle zusammen gegen den Faschismus» und «Kein Platz für Nazis» trugen.

Wegen Platzmangels musste die Polizei den Versammlungsbereich erweitern, zwischenzeitlich erstreckte sich die Demonstration vom Mainkai bis zum Liebfrauenberg, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Stimmung unter den Demonstrierenden war demnach friedlich. Im Anschluss an die Kundgebung gab es noch einen Demonstrationszug zur Alten Oper.

Auch in Kassel fiel eine Demonstration gegen rechts mit rund 12.000 Teilnehmern sehr viel größer aus als ursprünglich erwartet - gerechnet worden war mit rund 1000 Teilnehmern. Als Redner trat der Kasseler Oberbürgermeister Sven Schöller (Grüne) auf. «Wir werden für die Demokratie und unsere Werte kämpfen, und wir werden diesen Kampf gewinnen», sagte er bei der Veranstaltung. Teilnehmer trugen Plakate bei sich mit Aufschriften wie «Nazis und Antisemiten müssen ausgebürgert werden» und «Zusammen gegen Extremisten für Demokratie».

Mehr als 12.000 Menschen gingen laut Polizei auch in Gießen auf die Straße, auch hier waren das rund zwölfmal so viele wie ursprünglich erwartet. Aufgerufen zu der Kundgebung unter dem Motto «Gießen wehrt sich! Nie wieder ist jetzt!» hatte das Bündnis «Gießen bleibt bunt.»

An einer ähnlichen Demonstration in Limburg beteiligten sich rund 2800 Menschen. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden hatte zu dem Protest in der Domstadt aufgerufen. Die Ergebnisse der hessischen Landtagswahl vom 8. Oktober vergangenen Jahres hätten gezeigt, «dass sich auch hier Teile der Gesellschaft vom demokratischen Konsens lösen und die AfD nicht nur ein Problem der ostdeutschen Bundesländer ist», hatte die Anmelderin der Versammlung, die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes, Viktoria Spiegelberg-Kamens, erklärt. «Daher wollen wir auch in Limburg ein deutliches Zeichen setzen.»

Am Sonntag gingen weitere rund 3000 Menschen in Offenbach unter dem Motto «Demo gegen Rechts - Kein Fußbreit dem Faschismus» auf die Straße. Die Aktion verlief friedlich, wie die Polizei gegen Mittag mitteilte. Ursprünglich hatten die Veranstalter demnach mit nur 50 Teilnehmern gerechnet und die Zahl der Anmeldungen im Vorfeld mehrmals erhöht.

Zu dem Protest gegen rechtsextreme Ideologien hatte ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund, Verdi, den Jusos Offenbach und weiteren Partnern aufgerufen. Auch die Stadt Offenbach warb im Vorfeld auf ihrer Homepage für die Teilnahme an der Aktion.

Ausgelöst wurden die bundesweiten Proteste durch Berichte des Medienhauses Correctiv über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen von Rechtsradikalen mit Politikern von AfD und CDU. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte dort nach eigenen Angaben über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang.

© dpa
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