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Hessischer Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Winterstarre

Wegen des fehlenden Wachstums gibt es nur wenige neue Jobs in Hessen. Die Arbeitgeber wollen dennoch das Reservoir an Arbeitskräften erweitern.
Aufschwung am Arbeitsmarkt im April?
Zwei Männer sind auf dem Weg zur Agentur für Arbeit. © Arne Dedert/dpa

Am hessischen Arbeitsmarkt ist auch im April die sonst übliche Frühjahrsbelebung ausgeblieben. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich zum Stichtag 15. April im Vergleich zum Vormonat nur minimal um 95 Personen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Dienstag in Frankfurt berichtete. Damit waren 193.748 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, was einer unveränderten Quote von 5,6 Prozent entsprach. Ein Jahr zuvor hatte die Quote noch bei 5,2 Prozent gelegen.

«Das aktuelle Wirtschaftswachstum reicht nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren», sagte Direktionschef Frank Martin. Ein sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit sei aber nicht zu erwarten. Es seien mehr Ausländer arbeitslos als ein Jahr zuvor, weil weiterhin Menschen aus der Ukraine flüchteten oder ihre Sprachkurse beendet hätten. Es sei aber positiv, dass zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs an Zugezogene gegangen seien, erklärte Martin. «Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hilft dem hessischen Arbeitsmarkt nennenswert.»

Die Arbeitgeber von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) verlangten eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Wohnbevölkerung. Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert erklärte: «Nur mit mehr Arbeit können wir die Abwärtsspirale aus Rezession, demografischer Schieflage und explodierenden Sozialabgaben beenden. Für mehr Vollzeit-Arbeit haben Land und Kommunen die schwierige, aber unabweisbare Aufgabe, endlich eine flächendeckende und qualitativ gute Kinderbetreuung zu bieten.»

Gerade Frauen würden gerne mehr arbeiten, wenn sie von der unbezahlten Sorgearbeit entlastet würden, erklärte der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph. «Erwerbsarbeitszeit muss von Männern zu Frauen umverteilt werden, um Männern zeitliche Spielräume für mehr Sorgearbeit zu öffnen, und gleichzeitig sollte Sorgearbeit von Frauen zu Männern verteilt werden.»

© dpa
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