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Bewusstes Gendern trotz Genderverbots im Abitur

Manche Abiturienten machen womöglich absichtlich einige Rechtschreibfehler. Das vermutet die Landesschulsprecherin. Hintergrund ist der Streit um geschlechtergerechte Schreibweisen.
Abitur
Ein Zettel mit der Aufschrift «Abitur! Bitte Ruhe!». © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Dem Genderverbot im gegenwärtigen Abitur in Hessen könnten sich manche Prüflinge bewusst widersetzen. Landesschulsprecherin Louise Terhorst sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie habe von Schülerinnen und Schülern gehört, die «ein Statement setzen wollen». Auch sie selbst wolle im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit im Abitur an verbotenen Gendersonderformen innerhalb von Wörtern festhalten, ergänzte die 18-Jährige vor der schriftlichen Deutschprüfung am Donnerstag (25.4.). Dazu zählen etwa das Binnen-I, der Unterstrich und das Gendersternchen.

Terhorst ist nach eigenen Worten schon lange an das Gendern gewöhnt, auch in der Schule. Zudem spare es Zeit und sei praktisch: «Richter*innen zum Beispiel schreibe ich schneller als Richterinnen und Richter», sagte die Schülerin der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim im Rheingau.

Das CDU-geführte Kultusministerium in Wiesbaden teilte der dpa mit, ihm seien entsprechende Protestankündigungen von Abiturienten nicht bekannt. In den vergangenen zwei Prüfungsjahren hatte das Ministerium wegen Corona-Schulausfällen vermutet, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler die Positionierung des Rates für deutsche Rechtschreibung von 2021 kennen konnten - daher die damalige Milde bei Korrekturen. Doch jetzt sei wieder «das Regelwerk des Rates für deutsche Rechtschreibung bei der Korrektur und Bewertung der schriftlichen Prüfungen anzuwenden». Auch bei den Abschlüssen an Haupt- und Realschulen.

Landesschulsprecherin Terhorst kritisierte, die Schulen seien über diese Neuregelung drei Tage vor den Osterferien informiert worden. Ebenfalls nur drei Tage danach begann bereits das Abitur. «Es gibt daher eine große Unsicherheit», ergänzte die 18-Jährige. Das Kultusministerium betonte hingegen, es habe bereits 2023 angekündigt, dass für das damalige Abitur zum letzten Mal Gendersonderformen nicht als Fehler gewertet würden.

© dpa
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