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Amphibien auf dem Weg zu Gewässern: Appell an Autofahrer

Die Wanderungen von Kröten und Co. sind im vollen Gange. Gefährlich wird es, wenn ihre Wege befahrene Straßen kreuzen. Auch die Trockenheit der vergangenen Jahre setzt den Amphibien zu.
Kröte
Eine Kröte geht über einen Weg in Frankfurt. © Silas Stein/dpa

Wie jedes Jahr sind wieder Kröten, Frösche und Molche unterwegs zu ihren Laichgewässern. Die Amphibien beginnen ab einer abendlichen Temperatur von sechs bis acht Grad zu wandern, wie Berthold Langenhorst vom Naturschutzbund Hessen (Nabu) mitteilte. Dabei überqueren sie auch befahrene Straßen - eine tödliche Gefahr für die Kriechtiere. Vor allem bei Abenddämmerung seien zurzeit viele Amphibien unterwegs, darunter Erdkröten, Grasfrösche, Teichmolche, Bergmolche und Feuersalamander.

Die wechselwarmen Tiere kehren zu den Gewässern zurück, in denen sie selbst zur Welt gekommen sind - meist auf direktem Weg. Zäune am Straßenrand sollen sie auf ihrer Wanderung vor dem Überfahren retten. Ebenerdig werden Eimer in der Erde vergraben. Bei dem Versuch, den Zaun zu umgehen, fallen die Tiere in die Behälter. Die gesammelten Amphibien können dann sicher auf die andere Straßenseite gebracht werden.

An besonders gefährlichen Stellen sollten Autofahrer auf die Bremse drücken, lautet der Appell des Nabu: Wenn ein entsprechendes Hinweisschild zu sehen sei, sollte der Pkw maximal mit Tempo 30 weiterfahren. Dies schützt laut Sprecher Langenhorst die Amphibien auch vor dem sogenannten Barotrauma: «Der Luftzug schnell vorbeifahrender Fahrzeuge verändert die Druckverhältnisse im Körper und führt dadurch zu tödlichen Verletzungen der inneren Organe.»

Auch Krötentunnel könnten Amphibien retten, erklärte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Tunnel werden unter Straßen angelegt und bilden auch für kleinere Säugetiere und Reptilien eine sichere Unterführung. Landesweit gibt es laut Hessen Mobil rund 325 solcher stationären Schutzanlagen. Auch der Erhalt von Teichen und Tümpeln als Fortpflanzungsstätten sei wichtig, erklärte das HLNUG.

Immer weniger Amphibien

Die zunehmende Trockenheit durch den Klimawandel mache den Amphibien schwer zu schaffen: «Wenn im Winter wenig Regen gefallen und der Frühling regenarm ist, können die Laichgewässer schneller austrocknen», erklärte Langenhorst. Ohne Wasser fällt der Nachwuchs aus. 2024 seien Teiche und Tümpel aufgrund des vielen Regens im Winter jedoch gut gefüllt.

Die Trockenheit der vergangenen Jahre ließ den Bestand von eigentlich häufigeren Amphibien-Arten wie Grasfrosch und Erdkröte laut HLNUG in Hessen wie auch in anderen Bundesländern deutlich zurückgehen. Der Nabu empfahl Gartenbesitzern, Lebensräume und Laichgewässer in Form eines Gartenteichs zu schaffen. Wichtig sei nur, dass keine Fische eingesetzt würden, denn sie würden die Eier der Amphibien auffressen.

© dpa
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