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U5 wird im ersten Bauabschnitt bis Borgweg verlängert

Die neue Hamburger U-Bahnlinie U5 soll von Bramfeld bis an die Arenen am Volkspark führen. Am ersten Abschnitt wird längst gebaut - und nun wird er noch ein Stückchen länger.
Spatenstich zum Bau der neuen U-Bahnlinie U5
Spatenstich zum Bau der neuen U-Bahnlinie U5. © Gregor Fischer/dpa

Entgegen der ursprünglichen Planung soll die neue Hamburger U-Bahnlinie U5 schon im ersten Bauabschnitt über die City Nord hinaus bis zum Borgweg führen. Bis 2033 soll dort ein Umsteige-Knoten mit der U3 geschaffen werden, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne. «Dort trifft dann Hamburgs neueste U-Bahnlinie auf Hamburgs älteste U-Bahnlinie.» Eigentlich sollte die Linie im ersten Bauabschnitt nur von Bramfeld bis in die City Nord fahren.

Nun würden bereits zwei Jahre früher rund 8600 Menschen im Bereich des Borgwegs neu oder besser an das Schnellbahnnetz angebunden. Zusammen mit dem Umstieg zur U1 an der Sengelmannstraße ergäben sich durch den Knoten mit der U3 am Borgweg durch die neue U5 bereits 2033 große Netzeffekte.

«Das eröffnet den Fahrgästen ganz neue Mobilitäts-Optionen und schafft frühestmöglich einen maximalen Nutzen durch vielfältige Verbindungsmöglichkeiten in alle Himmelsrichtungen», sagte Tjarks. Der Mobilitätswende gebe dies in der gesamten Stadt einen großen Schub.

Nicht nur die neuen Umstiegsmöglichkeiten, sondern auch modernste Technik mit schnelleren Zügen in engerer Taktung werde für die Fahrgäste zu erheblichen Zeiteinsparungen führen, sagte Hochbahn-Chef Robert Henrich. «In neun Jahren werden wir mit der U5 die erste vollautomatische U-Bahn Hamburgs auf einem rund sieben Kilometer langen Streckenabschnitt eröffnen und sie damit zum integralen Bestandteil des Hamburger U-Bahn-Netzes machen.»

Als größtes Netzausbauprojekt Deutschlands brauche es Zeit, bis die insgesamt rund 25 Kilometer lange Strecke der U5 von Bramfeld bis zu den Arenen im Volkspakt komplett fertiggestellt ist, sagte Projekt-Geschäftsführer Klaus Uphoff. «Aber: Während sie an einer Stelle noch gebaut wird, bringt sie die Fahrgäste an anderer Stelle schon von A nach B.»

Durch die Umstiegsmöglichkeit zwischen U5 und U1 an der Sengelmannstraße halbiere sich beispielsweise die Fahrzeit zwischen Steilshoop und Stephansplatz auf rund 18 Minuten. Mit einem Umstieg am Borgweg brauche man künftig von Bramfeld nach St. Pauli nur noch 28 Minuten statt der derzeit nötigen 40 Minuten.

Aufgrund dieses Netzeffekts habe man sich entschieden, den rund 1,3 Kilometer langen Abschnitt von der City Nord unter dem Stadtpark hindurch bis zum Borgweg vorzuziehen, sagte Uphoff. «Möglich macht das eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Planung und Bau in unserem Team, die zum Ziel hat, bereits vor Gesamtfertigstellung einen großen Nutzen zu schaffen.»

Der erste Bauabschnitt von Bramfeld bis City Nord soll bisherigen Berechnungen zufolge inklusive Inflationszuschlägen rund 2,8 Milliarden Euro kosten. Die jetzt verlängerte Strecke bis zum Borgweg ist darin noch nicht enthalten. Das Planfeststellungsverfahren dafür soll im Sommer nächsten Jahres beginnen, dann schon bis zur Haltestelle Jarrestraße, die 2035 in Betrieb gehen soll. Insgesamt liege man mit dem Großprojekt im Zeit- und Kostenrahmen, sagte Tjarks.

Bis 2040 soll die U5 auf der gesamten Strecke fahren. 23 Haltestellen werden auf der neuen Linie gebaut, an acht gibt es Umsteigemöglichkeit zu den bestehenden U- und S-Bahnen. Entlang der Strecke werden 180.000 Hamburgerinnen und Hamburger erstmalig oder besser an die Schnellbahnen angebunden. Nach Fertigstellung der gesamten Linie 2040 werden täglich rund 270.000 Fahrgäste erwartet.

© dpa
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