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Senat korrigiert Angaben: Mehr Ausfälle bei HADAG-Fähren

Im Januar hat der Hamburger Senat von einer deutlichen Zunahme der Ausfälle bei den Hafen-Fähren berichtet. Nun zeigt sich, es gab noch viel mehr.
Hafenfähren vor der Elbphilharmonie
Hafenfähren der HADAG fahren im Sonnenschein auf der Elbe vor den Landungsbrücken, der Elbphilharmonie und der Hafencity. © Jonas Walzberg/dpa

Bei den Hamburger Hafenfähren hat sich die Ausfallquote im vergangenen Jahr noch deutlich stärker erhöht als bisher angegeben. Nach neuen Zahlen des Senats lag sie bei knapp acht Prozent (7,98) aller planmäßigen Fahrten. Verglichen mit 2022 war sie demnach 18-mal so hoch und mehr als siebenmal so hoch wie im Vor-Corona-Jahr 2019 (1,09 Prozent).

Mit den neuen Zahlen korrigierte der Senat eine Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Anke Frieling aus dem Januar. Damals hatte er die Ausfallquote für 2023 mit 2,66 Prozent angegeben. Die falsche Zahl gehe auf eine fehlerhafte Filtereinstellung bei einer Datenbankabfrage zurück, hieß es.

«Die vom Senat nun korrigierten Zahlen zeigen, dass das Ausmaß der Ausfälle der HADAG-Fähren im Jahr 2023 noch viel dramatischer ausgefallen ist», sagte Frieling am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Diese fatale Entwicklung beim öffentlichen Nahverkehr auf dem Wasser haben SPD und Grüne zu verantworten und es besteht jetzt akuter Handlungsbedarf, um die Zuverlässigkeit der Fähren wieder deutlich zu erhöhen!»

Die HADAG hatte als Gründe für die Ausfälle die Streiks im Frühjahr, eine sehr angespannte Personallage im Sommer sowie kurzfristige technische Störungen im Betrieb genannt.

Die Hafendampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft (HADAG) ist eine Tochter der städtischen Hochbahn AG und verfügt eigenen Angaben zufolge über 26 Schiffe. In diesem Jahr sollen drei neue Fähren mit Plug-in-Hybrid-Antrieb hinzukommen.  

Der Senat hatte bereits im vergangenen Oktober mitgeteilt, dass eine ursprünglich für dieses Jahr geplante Taktausweitung vorerst nicht kommt. 2024 liege der Fokus auf einer Rückkehr zur Verlässlichkeit des Fährbetriebs, hieß es.

© dpa
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