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Ostsee-Schweinswal bekommt höheren Schutzstatus

Der Ostsee-Schweinswal bekommt besseren Schutz. Er sei in den Anhang I des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) aufgenommen worden, teilten Tierschutzorganisationen am Donnerstag zu einer Entscheidung bei der CMS-Tagung in Samarkand (Usbekistan) mit. Dadurch erhalte die Population des kleinen Wals die Einstufung als vom Aussterben bedroht und Notfallmaßnahmen zur Rettung könnten ergriffen werden.
Schweinswal
Ein aus dem Wasser springender Schweinswal. © Chrys Mellor/Whale and Dolphin Conservation via Whales.org/dpa

Das Übereinkommen enthält zwei Anhänge: In Anhang 1 sind gefährdete sowie vom Aussterben bedrohte wandernde Tierarten gelistet. Für sie müssen die Länder, in denen diese Tiere vorkommen, Maßnahmen und Verbote zum Schutz ergreifen. Anhang 2 erfasst Arten, die eventuell gefährdet sind und für die eine internationale Zusammenarbeit erforderlich ist oder nützlich wäre.

Der Gewöhnliche Schweinswal (Phocoena phocoena) sei in der zentralen Ostsee und vor der Iberischen Halbinsel vom Aussterben bedroht, hieß es von den Organisationen wie der Walschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC). Die Population in der zentralen Ostsee umfasst demnach nur noch wenige Hundert Tiere.

Nun gehe es darum, dort Hindernisse für die saisonale Wanderung zu vermeiden, zu beseitigen oder zumindest zu entschärfen sowie andere Faktoren, die das Überleben der Tiere gefährden könnten, zu kontrollieren, hieß es weiter. Zu den Hauptbedrohungen zählt neben Unterwasserlärm und Umweltverschmutzung demnach, dass die Tiere als Beifang sterben.

Der Gewöhnliche Schweinswal ist eine der kleinsten Arten innerhalb der Familie der Wale, Delfine und Schweinswale. Die genetisch eigenständige Subpopulation des Schweinswals in der zentralen Ostsee wird auch von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als vom Aussterben bedroht eingestuft, wie es hieß. Die Tiere kommen aber auch in den Küstengewässern des Nordatlantiks etwa vor Nordwestafrika und Nordamerika, im Schwarzen Meer sowie in amerikanischen und asiatischen Küstengewässern des Nordpazifiks vor.

Unter dem Motto «Natur kennt keine Grenzen» hatte am Montag in Samarkand die internationale Konferenz zur Konvention zum Schutz wandernder Tierarten begonnen. Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Naturschützer beraten bis zum 17. Februar über Herausforderungen für den Naturschutz mit Blick auf Zugvögel sowie wandernde Land- und Meerestiere.

Unter wandernden Arten versteht man Tiere, die regelmäßig große Strecken zurücklegen und dabei zum Teil auch Ländergrenzen überqueren, also beispielsweise Zugvögel, bestimmte Fische und Steppentiere.

© dpa
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