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Marburger Bund: Heinold optimistisch für Tarifverhandlungen

Beschäftigte des Uniklinikums folgen dem Warnstreikaufruf des Marburger Bunds und demonstrieren in Kiel. Länder-Verhandlungsführerin Heinold stellt sich im Regierungsviertel den Ärztinnen und Ärzten.
Monika Heinold
Die Schleswig-Holsteinische Finanzministerin Monika Heinold spricht im Landtag. © Georg Wendt/dpa/Archivbild

Mehrere Hundert Ärzte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) haben am Montag an einem Warnstreik und einer Demonstration in Kiel teilgenommen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt und höhere Zuschläge für Regelarbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Schicht- und Wechselschichtarbeit soll begrenzt werden. In Schleswig-Holstein waren beide Standorte des Universitätsklinikums (UKSH) mit knapp 2000 Ärzten in Kiel und Lübeck sowie das Zentrum für Integrative Psychiatrie von dem Warnstreikaufruf betroffen.

An der Demonstration in der Nähe des Finanzministeriums nahmen nach Polizeiangaben rund 350 Beschäftigte des UKSH teil. Auf Plakaten stand unter anderem zu lesen «Nachts und am Wochenende mache ich es fast umsonst», «Wir machen Euch heil und gehen dabei kaputt» und «Ich streike, damit ich mal die Sonne sehe».

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne), die Verhandlungsführerin der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist, stellte sich den Demonstranten. «Ich nehme ihren Unmut mit nach Berlin», sagte sie. Wertschätzung dürfe sich nicht nur in warmen Worten ausdrücken. Es müsse auch Gehaltsanhebungen und gute Arbeitsbedingungen geben. Die Verhandlungen in Berlin fänden grundsätzlich in einem guten Austausch statt. Vertreter des Marburger Bunds übergaben Heinold am Rande der Kundgebung symbolisch einen Notfallkoffer.

Heinold betonte das Ziel, dass die Universitätskliniken als attraktive und zeitgemäße Arbeitgeber wahrgenommen werden, bei denen die Menschen gerne arbeiten. «Unsere Herausforderung bei den Verhandlungen mit dem Marburger Bund ist es, dass wir auch die Gehaltsentwicklung für die übrigen 850.000 Beschäftigten der Länder berücksichtigen müssen. «Wir haben deshalb immer betont, dass sich unsere Wertschätzung für die Ärztinnen und Ärzte auch in Geld ausdrücken muss und wird.» Als Orientierungsrahmen für ein Gesamtpaket nannte Heinold den öffentlichen Dienst. Dort seien Ende 2023 Steigerungen von mehr als 10 Prozent vereinbart worden. «Ich setze darauf, dass wir in der kommenden Verhandlungsrunde Ende März in konstruktiven Gesprächen eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden.»

© dpa
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