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HHLA rutscht in die roten Zahlen

Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA hat im ersten Quartal Verluste eingefahren. Schuld sei unter anderem die Lage im Roten Meer. Das Unternehmen bleibt dennoch bei seiner Jahresprognose.
Containerterminal im Hafen Hamburg
Blick über die Elbe im Hafen von Hamburg. © Christian Charisius/dpa

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Das größte Logistikunternehmen im Hafen verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres bei einem leichten Umsatzrückgang einen Nettoverlust von 1,1 Millionen Euro, wie die HHLA am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte die HHLA noch einen Nettogewinn von 2,8 Millionen Euro ausgewiesen. Der Konzernumsatz sank im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent auf 363,6 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 23,9 Prozent auf 17,4 Millionen Euro.

«Der Start der HHLA in das Jahr 2024 wurde durch die Störungen in den Lieferketten aufgrund der Situation im Roten Meer und das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld abermals erschwert», sagte Vorstandschefin Angela Titzrath. Schiffe hätten die Häfen verspätet erreicht, was sich auch auf die Containerterminals und die Hinterlandverkehre der HHLA ausgewirkt habe. Die HHLA bleibt nach eigenen Angaben trotz der Verluste im ersten Quartal bei ihrer Prognose für das Gesamtjahr mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen in Höhe von 85 bis 115 Millionen Euro.

Die HHLA steht vor großen Veränderungen. Die Stadt Hamburg und die weltgrößte Reederei MSC wollen das Unternehmen künftig gemeinsam führen, wobei die Stadt 50,1 und das Schweizer Unternehmen der italienischen Reederfamilie Aponte 49,9 Prozent der Anteile halten sollen. Hamburgs rot-grüner Senat will so die Zukunft des Hafens sichern. Neben einer Erhöhung des Eigenkapitals der HHLA um 450 Millionen Euro ist geplant, dass MSC das Ladungsaufkommen bis 2031 auf eine Million Standardcontainer im Jahr steigert. Gegen den Deal gibt es erhebliche Widerstände vor allem von Hafenarbeitern, Betriebsräten, der Gewerkschaft Verdi und von der Opposition in der Bürgerschaft. Über das Geschäft soll das Parlament voraussichtlich Ende Mai abschließend entscheiden.

Die HHLA hat drei Standbeine: den Containerumschlag in ihren Terminals, den Containertransport sowie die Immobiliensparte. Beim Containerumschlag verzeichnete das Unternehmen in den ersten drei Monaten einen Anstieg um 3,3 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Standardcontainer (TEU). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um 87,3 Prozent auf 10,7 Millionen Euro.

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verbuchte dagegen in den ersten drei Monaten einen Umsatzrückgang um 200.000 Euro auf 354,9 Millionen Euro sowie einen Nettoverlust von 3,4 Millionen Euro. Der Containertransport ging um 5,5 Prozent auf 386.000 TEU zurück. Die Umsatzerlöse bei den HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal wiederum sanken den Angaben zufolge um 2,0 Prozent auf 11,4 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen um 17,0 Prozent auf 3,6 Millionen Euro.

© dpa
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